Nicolas Malebranche

Gespräche über Metaphysik und Religion

Originaltitel: Entretiens sur la Métaphysique et la Religion. 19,0 cm / 12,2 cm ( B/H )
Buch (Hardcover), 450 Seiten
EAN 9783787346158
Veröffentlicht November 2026
Verlag/Hersteller Meiner Felix Verlag GmbH
Übersetzer Übersetzt von Stefan Ehrenberg
74,00 inkl. MwSt.
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Beschreibung

Die 'Entretiens sur la métaphysique et sur la religion' (1688), vierzehn Jahre nach Malebranches berühmtem Werk 'De la recherche de la vérité' erschienen, bieten diesem gegenüber eine zugänglichere und zugleich umfassendere Darstellung seiner Philosophie. Sie enthalten eine systematische Metaphysik, die Erkenntnistheorie und Ontologie vereint. Der in einem eleganten und lebendigen Stil verfasste Text präsentiert Malebranches Denken in Form eines philosophischen Dialogs, einer im 17. Jahrhundert weit verbreiteten literarischen Form. Sein zentrales Anliegen besteht darin, die Notwendigkeit der christlichen Religion aufzuzeigen und ihre Vereinbarkeit mit der Philosophie zu begründen, nachdem der christliche Glaube durch das Aufkommen der neuzeitlichen Naturwissenschaften zunehmend infrage gestellt wurde. Dazu transformiert Malebranche die christliche Lehre in philosophische Kategorien und Argumentationsformen. Begriffe wie Schöpfung, Erbsünde, Jesus Christus oder Kirche erscheinen dabei nicht primär als Bezeichnungen historischer Personen oder Ereignisse, sondern als Kategorien des Seins beziehungsweise der göttlichen Ordnung, die innerhalb eines philosophischen Systems begründet und entfaltet werden. Malebranches Philosophie stellt eine ganz eigenständige Synthese aus Ideen Descartes', Positionen Augustins und der katholischen Theologie dar und übte vor allem in Frankreich großen Einfluss aus.

Portrait

Nicolas Malebranche (1638-1715) studierte an der Universität von Paris und trat 1660 in den Orden der Oratorianer ein. In dieser Zeit kam er das erste Mal mit den Lehren Descartes in Berührung. 1674 erhielt er eine Professur für Mathematik. Bekannt ist er vor allem für seinen Versuch, den cartesianischen Dualismus von Leib und Seele als ein von Gott geleitetes Nebeneinander zu erklären, das keine kausale Verbindung aufweist (später Okkasionalismus genannt).

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