Nikolai Gogol

Die toten Seelen

Gesellschaftssatire aus der russischen Provinz über Leibeigenschaft, Korruption und grotesken Realismus. 22,9 cm / 15,2 cm / 1,3 cm ( B/H/T )
Buch (Softcover), 228 Seiten
EAN 9788027374274
Veröffentlicht Februar 2023
Verlag/Hersteller e-artnow
Übersetzer Übersetzt von Alexander Eliasberg
14,60 inkl. MwSt.
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Beschreibung

Die toten Seelen, 1842 als erster Teil eines groß angelegten Prosagedichts erschienen, führt den Leser in die russische Provinz, wo der geschäftige Pawel Iwanowitsch Tschitschikow verstorbene, aber steuerlich noch registrierte Leibeigene erwirbt. Aus dieser grotesken Spekulation entfaltet Gogol eine scharfsinnige Anatomie von Bürokratie, Besitzdenken und moralischer Erstarrung. Sein Stil verbindet satirische Überzeichnung, lyrische Abschweifung und epische Weite; im Kontext der russischen Literatur markiert das Werk einen Übergang von romantischer Phantastik zu realistischer Gesellschaftskritik. Nikolai Gogol, 1809 in der Ukraine geboren und in St. Petersburg literarisch hervorgetreten, kannte die Spannungen des Zarenreiches zwischen provinzieller Rückständigkeit, administrativer Willkür und geistiger Sehnsucht aus eigener Erfahrung. Seine Tätigkeit im Staatsdienst, seine religiösen Skrupel und sein Blick für das Absurde des Alltags prägten die Gestalt dieses Buches. Die toten Seelen ist daher nicht nur eine Satire, sondern auch ein Versuch, Russlands verborgene Seele zu erfassen. Empfohlen sei dieses Werk allen Lesern, die große Literatur als Erkenntnisform begreifen. Gogols Roman belohnt durch Witz, sprachliche Kühnheit und psychologische Genauigkeit; zugleich fordert er dazu heraus, hinter der Komik eine bleibende Diagnose gesellschaftlicher und menschlicher Verfehlung zu erkennen.