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Die Deutschen und ihre Arbeit. Eine lange Geschichte eines überhöhenden Selbstbildes. Eine lange Geschichte des Antisemitismus, die der Nationalsozialismus noch einmal radikalisierte. Deutsch soll eine Arbeit sein, die der Volksgemeinschaft dient. Unter Verweis auf »deutsche Arbeit« begründete der Nationalsozialismus nicht nur sein antisemitisches Selbstbild, sondern auch Praktiken der Verfolgung und Vernichtung. "Arbeit, Dienst und Führung" rekonstruiert diese Geschichte und analysiert dieses Selbstbild. Dabei wird der Blick auch ins "Innere" der deutschen Volksgemeinschaft geworfen. Denn hier hat der Nationalsozialismus Formen von Menschenführung entwickelt, die in Managementkonzepten der deutschen Nachkriegsgeschichte fortlebten.
Nikolas Lelle arbeitet seit 2020 bei der Amadeu Antonio Stiftung und beschäftigt sich vornehmlich mit Antisemitismuskritik, Erinnerungskultur und Gesellschaftstheorie. Er hat in Frankfurt am Main und Mainz Philosophie und Soziologie studiert und an der HU Berlin promoviert. 2022 erschien seine Promotion "Arbeit, Dienst und Führung. Der Nationalsozialismus und sein Erbe". Daraufhin veröffentlichte er »>Arbeit macht frei<. Annäherungen an eine NS-Devise«. 2026 erscheint neben »Antisemitismus definieren« von ihm und Tom Uhlig im Herbst der von ihm mit Lisa Geffken gemeinsam herausgegebene Band »Warum man Israel nicht hassen muss, um zu den Guten zu gehören«.