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Der Leuchtturm steht seit Jahrzehnten am Rand der Welt, und Gaspard kennt ihn besser als sich selbst. Dreißig Jahre hat er das Licht gedreht, die Stürme gezählt, das Schweigen der Insel bewohnt. Doch nach einer Nacht mit acht Stunden Sturm findet er am Sockelgestein etwas, das sich nicht erklären lässt: Rillen im Granit, zu tief für Werkzeug, zu regelmäßig für Erosion - und warm.
Nils Schraders Roman "Das Meer gibt nichts zurück" ist ein atmosphärischer Küstenthriller, der seinen Lesern keine einfachen Antworten verspricht. Mit ruhiger, präziser Sprache erzählt er von einem Mann, der gelernt hat, dem Schweigen zu vertrauen, und der nun mit etwas konfrontiert wird, das selbst das Schweigen bricht. Als die Geologin Anouk Ferrec auf der Insel eintrifft, beginnen die Messungen - und die Messungen beginnen, sich zu verändern.
Was diesen Roman auszeichnet, ist seine ungewöhnliche Dichte. Schrader erzählt nicht durch Erklärungen, sondern durch Details: eine warme Fingerkuppe, eine Delle in neuem Stahl, ein alter Fischer, der eine Nadel auf der flachen Hand ruhen lässt. Die Spannung wächst nicht durch Ereignisse, sondern durch das, was zwischen den Zeilen brodelt - durch Dinge, die sich messen lassen und sich dennoch entziehen.
Für alle Leser, die Bücher schätzen, in denen die See mehr ist als Kulisse und das Unbekannte mehr als Schrecken - dieses Buch wird nachhallen, lange nachdem man es zugeklappt hat.
Nils Schrader lebt und arbeitet in Hamburg, wo sich seine Obsession mit dem Meer, seinen Geheimnissen und seinen Geschichten entwickelte. Seine Erzählungen erkunden die Schnittstellen zwischen Einsamkeit und menschlicher Verbindung, zwischen der Dauerhaftigkeit von Strukturen und der Flüchtigkeit von Momenten. Der Leuchtturm und das Meer dienen in seinen Werken als Metapher für das Unbekannte, das am Rande unserer Wahrnehmung lauert. Wenn er nicht schreibt, verbringt Schrader Zeit an Küstenlandschaften, beobachtet Wellen und sammelt die Geschichten derer, die vom Meer leben.