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Das in den 1920er Jahren errichtete Hearst Castle gilt als hyperreales Schloss zwischen Mythos und Monument, Kitsch und Kuriosität. Nina Lucia Groß bietet erstmals eine fundierte kunsthistorische Bewertung des Ensembles und verortet es im Kontext kalifornischer Moderne. Architektur, Interieur, Sammlung und gestaltete Landschaft werden als Assemblage mobilisierter Objekte, Bilder und Stile untersucht. Auf der Grundlage intensiver Quellenforschung rekonstruiert die Studie die kollaborative Praxis von Julia Morgan und William Randolph Hearst und liest das Anwesen zugleich als kulturelles Transferprojekt. Historische Analyse und die Untersuchung der populärkulturellen und touristischen Fortschreibung des Schlosses greifen ineinander und zeigen Hearst Castle als gebauten Ort und als dynamischen Raum kollektiver Imagination.- Das Hearst Castle und die kalifornische Moderne - Neubewertung des Hearst Castle als architektonische Assemblage - Innovative Verbindung von Architektur-, Sammlungs- und Kulturtransferforschung
Nina Lucia Groß, Kunsthistorikerin und Kuratorin. Sie promovierte an der Universität Hamburg mit einer Arbeit zur Architektur- und Kulturgeschichte des Hearst Castle. Ihre Forschung verbindet Architekturgeschichte, Sammlungsforschung und kulturtheoretische Fragestellungen. Als Kuratorin, Lehrende und Autorin beschäftigt sie sich mit der Design- und Kulturgeschichte von Interieurs, Kunst, Popkultur und musealen Displays sowie mit Nostalgie, Distinktion und medialer Selbstverortung.