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Was geschieht mit jenen, die in den Legenden der Helden zu Monstern erklärt werden? Oksana Bilenko wagt in ihrem außergewöhnlichen Erzählband den Perspektivwechsel und gibt sechs Gestalten aus der griechischen Mythologie eine Stimme, die sonst nur als Bedrohung, als Hindernis auf dem Heldenweg existieren durften.
In "Augen der Ungeheuer" treten die sogenannten Monster aus dem Schatten hervor und erzählen ihre eigenen Geschichten - eindringlich, nachdenklich und zutiefst menschlich. Die Autorin lässt uns die Welt durch die Augen derer erleben, die von den strahlenden Helden bezwungen wurden, und enthüllt dabei die Bruchstellen in den alten Erzählungen. Was bedeutet es, zur Medusa zu werden? Wie fühlt sich ein Dasein an, in dem jeder Blickkontakt zum Todesurteil wird? Welche Einsamkeit, welche Verzweiflung, aber auch welche unerwartete Würde verbirgt sich hinter den Masken des Monströsen?
Bilenko schreibt mit einer poetischen Intensität, die unter die Haut geht. Ihre Prosa ist dicht, atmosphärisch und voller leiser Zwischentöne. Sie nimmt sich Zeit für die inneren Landschaften ihrer Figuren, für die Details ihres Alltags im Exil, für die Erinnerungen an das, was einmal war. Dabei gelingt ihr das Kunststück, antike Mythen in eine zeitlose Gegenwart zu übersetzen, ohne ihren archaischen Kern zu verlieren.
Diese sechs Erzählungen sind mehr als nur Neuinterpretationen bekannter Geschichten - sie sind ein faszinierendes Spiel mit Perspektive und Wahrheit, eine Meditation über Verwandlung, Schuld und die Frage, wer eigentlich das Recht hat, die Geschichte zu erzählen. Ein literarisches Juwel für alle, die Mythologie lieben und bereit sind, ihre vertrauten Helden mit anderen Augen zu sehen.
Oksana Bilenko schreibt Geschichten, in denen die Grenzen zwischen Mythos und Gegenwart verschwimmen. Ihre Werke erforschen die inneren Welten marginalisierter Figuren und geben Stimmen jenen, deren Perspektiven üblicherweise übersehen werden. Mit einem Faible für atmosphärische Erzählweise und psychologische Tiefe widmet sich Bilenko Themen von Isolation, Schuld und der menschlichen Fähigkeit zur Empathie. Sie lebt zurückgezogen und nutzt ihre Zeit für intensive literarische Recherche und kreatives Schreiben. "Augen der Ungeheuer" ist ihr Debütwerk.