Olivier David

Die Armen liefern die Leichen

Texte über Krieg, Krise und Kultur
Buch (Hardcover), 180 Seiten
EAN 9783982680354
Veröffentlicht September 2026
Verlag/Hersteller Letatlin Verlag
18,00 inkl. MwSt.
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Beschreibung

Ausgehend von dem Slogan "Die Waffen liefern die Reichen - die Armen liefern die Leichen." ver-sammelt Olivier David Texte über Krieg, Klassengewalt und Kultur. Der Band fragt nach den Verbin-dungen zwischen Aufrüstung nach außen und sozialem Krieg nach innen. Denn Kriege finden nach David nicht in einem luftleeren Raum statt, "sie sind nur die blutrünstigste Ausprägung der selben Gewalt, der ein Teil der Arbeiter*innenklasse tagtäglich ausgeliefert ist".
Die Armen liefern die Leichen ist eine Sammlung gegen die Vorstellung Armut sei ein individuelles Scheitern und somit gegen die Vereinzelung. David verbindet politische Analyse mit persönlicher Er-fahrung und fragt, wer in dieser Gesellschaft leben darf, wer überleben muss und wer immer wieder für die Interessen von Kapital und Nation herhalten soll. Seine wütenden und parteilichen Texte beste-hen darauf, dass Betroffenheit nicht nur eine Wunde ist, sondern auch Ausgangspunkt von Wider-stand werden kann.
Dabei geht es auch um Kultur: Um einen Literaturbetrieb, der sich gern an Sprache abarbeitet, wäh-rend die gesellschaftlichen Ursachen der Verrohung unangetastet bleiben. Um eine Kunst, die sich nicht aus den Kämpfen der Gegenwart heraushalten sollte, da sie selbst Teil des Problems ist. Über allem schwebt die Frage: Wie kann das Schreiben den herrschenden Verhältnissen tatsächlich etwas entgegensetzen?
Der Band ist in drei Teile gegliedert: Positioniert euch - radikalisiert euch - organisiert euch. Damit ist Die Armen liefern die Leichen nicht nur eine Diagnose, sondern auch ein Aufruf: zum Widerspruch, zur Solidarität und zum Handeln.

Portrait

Olivier David, 1988 in Hamburg geboren, ist Schriftsteller. In seinen Büchern "Keine Aufstiegsgeschichte" (2022) und "Von der namenlosen Menge" (2024) schreibt David über Armut, Klassenverhältnisse und psychische Gesundheit. 2026 wurde "Keine Aufstiegsgeschichte" im Ernst Deutsch Theater in Hamburg uraufgeführt. Der Essayband "Von der namenlosen Menge" wird derzeit in mehrere Sprachen übersetzt.

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