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Was bedeuten Menschlichkeit und Würde im Zeitalter der künstlichen Intelligenz? In seiner Enzyklika "Magnifica humanitas" eröffnet Leo XIV. eine wegweisende Perspektive auf die großen ethischen Fragen unserer Zeit. Die Enzyklika betont: Verantwortung darf nicht an Maschinen delegiert werden. Im Zentrum muss immer der Mensch stehen - seine Einzigartigkeit, seine Freiheit, seine Verantwortung, seine unveräußerliche Würde.
Martin Werlen OSB, Prof. Peter Dabrock, Eva Maria Welskop-Deffaa und Prof. Ursula Nothelle-Wildfeuer ordnen das Schreiben aus theologischer, sozialer und gesellschaftlicher Sicht ein.
Papst Leo XIV., geboren am 14. September 1955 in Chicago, ist der erste US-amerikanische Papst der Geschichte. Der Augustiner wirkte als Missionar in Peru, später als Bischof von Chiclayo und Präfekt des Dikasteriums für die Bischöfe in Rom. 2023 wurde er zum Kardinal ernannt und am 8. Mai 2025 zum Nachfolger von Papst Franziskus gewählt. Leo XIV. gilt als Brückenbauer zwischen Nord- und Südamerika und als Stimme pastoraler Erneuerung. Martin WerlenOSB, geb. 1962, Mönch im Kloster Einsiedeln, er wirkte dort als Novizenmeister und Gymnasiallehrer. Von 2001-2013 war er der 58. Abt des Klosters und Mitglied der Schweizer Bischofskonferenz. Seit August 2020 ist er Propst der zum Kloster gehörenden Propstei St. Gerold in Vorarlberg in Österreich. Peter Dabrock, geb. 1964, Dr. theol., ist Professor für Systematische Theologie mit dem Schwerpunkt Ethik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. 2012 wurde er in den Deutschen Ethikrat berufen und 2016 zu dessen Vorsitzendem gewählt. Ursula Nothelle-Wildfeuer, geb. 1960, Dr. theol., Professorin für Christliche Gesellschaftslehre an der Theologischen Fakultät der Albert-Ludwig-Universität Freiburg Eva Maria Welskop-Deffaa, geb. 1959, ist seit 2021 Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes (DCV). Davor war sie mehrere Jahre Vorstand für Sozial- und Fachpolitik im DCV. Die Diplom-Volkswirtin war von 2013 bis 2017 Mitglied im ver.di-Bundesvorstand, zuständig für Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, Migration und Teilhabe. Bis 2012 leitete sie die Abteilung Gleichstellung im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und bis 2013 war sie zugleich ehrenamtlich Sprecherin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken für wirtschaftliche und gesellschaftliche Grundfragen.