Installieren Sie die genialokal App auf Ihrem Startbildschirm für einen schnellen Zugriff und eine komfortable Nutzung.
Tippen Sie einfach auf Teilen:
Und dann auf "Zum Home-Bildschirm [+]".
Bei genialokal.de kaufen Sie online bei Ihrer lokalen, inhabergeführten Buchhandlung!
Wettbewerb gilt im allgemeinen Verständnis als Grundvoraussetzung für wirtschaftliche Entwicklung. Die Europäische Union (EU) hat dies sogar in den vier Freiheiten des Binnenmarkts institutionalisiert. Auch in Deutschland gilt: je mehr Wettbewerb es gibt, desto mehr wirtschaftliche Dynamik bekommen wir. Doch kann man an einer solchen Denkweise tatsächlich noch festhalten? Was wäre, wenn wir dieses Modell von Grund auf neu denken würden? Ist es unserer Zeit nicht angemessen, wäre es nicht nötig, in die entgegengesetzte Richtung zu steuern? Das Gegenmodell, welches ein neues Verständnis von Wettbewerb mit sich bringt und wirtschaftliche Dynamik besser begreift, beruht auf der Arbeit des österreichischen Ökonomen Joseph Schumpeter. Er argumentiert, dass eine Wirtschaftspolitik, welche eine "jeder gegen jeden" Mentalität nährt, wie es in der EU der Fall ist, wirtschaftlichen Fortschritt sogar behindert.
Dr. Patrick Kaczmarczyk ist Wirtschaftswissenschaftler am Kompetenzzentrum für Transformationsforschung der Universität Mannheim und Redakteur beim Wirtschaftsmagazin Surplus. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit ist er regelmäßig in wirtschaftspolitische Beratungs- und Gremienarbeit eingebunden. Er war stellvertretendes Mitglied der Expertenkommission der Bundesregierung zur Reform der Schuldenbremse sowie Sachverständiger im Deutschen Bundestag. Zuvor war er in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit tätig, unter anderem für die Welthandels- und Entwicklungsorganisation der Vereinten Nationen (UNCTAD), wo er zu Fragen der Schulden- und Entwicklungsfinanzierung arbeitete und Projekte in Ostafrika sowie im Nahen Osten begleitete. Darüber hinaus war er Leiter für volkswirtschaftliche Grundsatzfragen beim Wirtschaftsforum der SPD in Berlin. Er ist regelmäßig als wirtschaftspolitischer Experte in führenden Medien vertreten. Seine Promotion absolvierte er an der Universität Sheffield.