Peripherie als Perspektive

Ostwestfalen-Lippe seit den 1950er Jahren. 17 schwarz-weiße und 12 farbige Abbildungen, 7 schwarz-weiße Tabellen. 23,5 cm / 15,5 cm ( B/H )
Buch (Hardcover), 421 Seiten
EAN 9783506705648
Veröffentlicht Oktober 2026
Verlag/Hersteller Brill I Schoeningh
€ 69,00 inkl. MwSt.
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Beschreibung

Fortschrittliche Metropole vs. rückständige Provinz? Entgegen einem verbreiteten Eindruck zeigt Ostwestfalen-Lippe (OWL), dass gesellschaftliche Transformationen seit den 1950er Jahren keineswegs nur von urbanen Zentren ausgingen, sondern auch in klein- und mittelstädtischen ländlichen Räumen eigene Dynamiken entfalteten. Lange galt OWL als strukturschwache Peripherie Nordrhein-Westfalens. Tatsächlich aber entwickelte sich hier eine der dynamischsten Wirtschaftslandschaften Westdeutschlands - und zugleich eine Gesellschaft im Umbruch.
Die Beiträge untersuchen Politisierungsprozesse, den Ausbau von Infrastrukturen, Migration und Mobilität sowie tiefgreifende soziale Veränderungen. Dabei wird deutlich: Zentrum und Peripherie standen nicht in einem einfachen Verhältnis von Vorbild und Nachahmung. Die peripher gelegenen Räume wirkten ihrerseits auf andere Regionen ein, beeinflussten Entscheidungen der politischen Zentrale und entwickelten eigenständige Transformationspfade.

Portrait

Matthias Frese, Dr., ist Senior Fellow am LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte Münster. Christoph Lorke, PD Dr., ist Wissenschaftlicher Referent für die Geschichte des Arbeitens am LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte Münster. Peter Fäßler, Prof. Dr., leitet den Arbeitsbereich Zeitgeschichte an der Universität Paderborn.

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