Philosophiegeschichtsschreibung des Wiener Kreises

IV, 230 S. 1 Abbildungen. 23,5 cm / 15,5 cm ( B/H )
Buch (Softcover), 230 Seiten
EAN 9783662745939
Veröffentlicht Februar 2027
Verlag/Hersteller Springer-Verlag GmbH
€ 79,99 inkl. MwSt.
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Beschreibung

Wie die Geschichte der Philosophie des 20. Jahrhunderts zu schreiben sein wird, ist in wesentlichen Punkten noch offen. Dass der Wiener Kreis dabei eine wichtige Rolle spielen wird, dürfte aber schon aufgrund seiner enormen Wirkungsgeschichte kaum zu bestreiten sein. Es liegen bereits wichtige philosophiehistorische Arbeiten zum Wiener Kreis vor. Ihm selbst wurde bis vor kurzem aber nur ein geringes Interesse an Philosophiegeschichte attestiert. Neuere Forschungsergebnisse und Editionen, beispielsweise aus dem Nachlass Moritz Schlicks, Otto Neuraths oder Kurt Gödels, zeigen jedoch, dass der Wiener Kreis nicht nur Objekt, sondern gewissermaßen auch Subjekt von Philosophiegeschichtsschreibung war und eigene philosophiehistorische Zugänge, Positionen und Selbstverständnisse entwickelt hat. Vor diesem Hintergrund verfolgt dieser Sammelband begrifflich-methodische Fragen zur Philosophiegeschichtsschreibung, methodologische Fragen zur philosophiehistorischen Erforschung des Wiener Kreises sowie zur Historiographie der Philosophie im 20. Jahrhundert und präsentiert mehrere Fallstudien.

Portrait

John Heilmann ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Moritz-Schlick-Forschungsstelle der Universität Rostock. Dr. Martin Lemke ist Geschäftsführer der der Moritz-Schlick-Forschungsstelle der Universität Rostock. Matthias Wunsch ist Professor für Theoretische Philosophie an der Universität Rostock und Leiter der dortigen Moritz-Schlick-Forschungsstelle.

Inhaltsverzeichnis

.- I. Der Wiener Kreis über die Geschichte und Historiographie der Philosophie. .- Eva Maria Engelen: Die Rolle der Philosophiegeschichte in Kurt Gödels philosophischem Denken. .- John Heilmann & Friederike Peters:Moritz Schlicks „Geschichte“ der Ethik. .- Andreas Vrahimis: An ancient scientific world-conception: Schlick on Democritus’ overcoming of Eleatic metaphysics. .- Matthias Wunsch: Victor Krafts konzeptionelle und methodologische Überlegungen zur Philosophiegeschichtsschreibung. .- II. Methodologische Fragen zur philosophiehistorischen Erforschung des Wiener Kreises und zur Historiographie der Philosophie im 20. Jahrhundert. .- Gerald Hartung: Was war und was ist der „Wiener Kreis“? – Methodologische Reflexion zur Historiographie der Philosophie im 20. Jahrhundert. .- Thomas Uebel: Historiographische und doktrinbezogene Bemerkungen zur Bedeutung der Flügelbildung im Wiener Kreis. .- Martin Lemke: Moritz Schlick und die Philosophie der Philosophiegeschichte. .- III. Fallstudien zur Geschichte des Wiener Kreises und seines Umfelds. .- Niko Strobach: Why Heinrich Scholz did not approve of the murder of Moritz Schlick. .- Monja Reinhart: Mathematik und Verifikation. .- Julia Franke-Reddig: „O Kant, wer rettet dich vor den Kantianern?“ – Zum Kantbezug von Hans Reichenbach, Moritz Schlick und Ilse (Rosenthal-) Schneider. .- Franziska Neufeld: Die Schulen ins Gespräch bringen – Moritz Schlick im Kontext der Weltanschauungsdebatte zu Beginn des 20. Jahrhunderts.