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In dieser Studie rückt die Autorin das Leben in zwei deutschen Großwohnsiedlungen -zwischen Beschreibungen und (Um-)Gestaltungen in den Fokus.
'In den USA wurde so etwas gesprengt', titelte die Bild am Sonntag in den 1980er Jahren in einem Artikel über bundesdeutsche Großwohnsiedlungen und empfahl ihrerseits, über Abrisse nachzudenken. Auch Planer:innen und Wissenschaftler:innen der unterschiedlichsten Fachrichtungen sahen die Wohnquartiere seit Langem kritisch und legten den Fokus ihrer Arbeit zeitgleich vermehrt auf die Menschen, die in den Siedlungen lebten. Unter dem Stichwort 'Nachbesserungen' erörterten Planer:innen gemeinsam mit Bewohner:innen, wie die Siedlungen baulich verändert werden konnten. Zur selben Zeit entstanden in der DDR weitere Neubaugebiete. Auch hier sollte die räumliche Ausgestaltung stärker den Menschen und ihrem Leben gerecht werden und nicht nur planerische Maßgaben erfüllen. In ihrem Buch erweitert Pia Kleine die Planungs-, Bau- und Diskursgeschichte dieser Großwohnsiedlungen um die Perspektive ihrer Bewohner:innen und deren Geschichte(n). Anhand der Fallbeispiele Westhagen in Wolfsburg und Neu-Olvenstedt in Magdeburg untersucht sie die Entwicklungen seit den 1980er bis in die 2000er Jahre.
Pia Kleine, geb. 1994, studierte Zeitgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Berliner Hochschule für Technik und Doktorandin an der Europa-Universität -Viadrina in Frankfurt (Oder) promovierte sie mit der vorliegenden Studie. Derzeit arbeitet sie als Projektmitarbeiterin in der Bundesstiftung Aufarbeitung.