Platon

Nomoi

Ein philosophischer Dialog über Gesetzgebung, Erziehung und die Ordnung der antiken Polis. 22,9 cm / 15,2 cm / 1,7 cm ( B/H/T )
Buch (Softcover), 252 Seiten
EAN 9788028343309
Veröffentlicht Dezember 2023
Verlag/Hersteller Sharp Ink
Übersetzer Übersetzt von Franz Susemihl

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Beschreibung

Platons Nomoi, die Gesetze, entfalten in der Form eines ausgedehnten Gesprächs zwischen dem Athener Fremden, dem Kreter Kleinias und dem Spartaner Megillos den Entwurf einer gesetzlich geordneten Polis, häufig mit Magnesia identifiziert. Im Unterschied zur poetisch zugespitzten Politeia tritt hier ein nüchterner, legislatorischer Stil hervor: Erziehung, Religion, Eigentum, Musik, Strafrecht und politische Ämter werden als Bestandteile einer umfassenden Seelen- und Gemeinwesenordnung behandelt. Als spätes, vermutlich unvollendet gebliebenes Werk steht der Dialog im Kontext von Platons reifer Reflexion über die "zweitbeste" Verfassung. Platon, Schüler des Sokrates und Gründer der Akademie, schrieb aus der Erfahrung der athenischen Demokratie, des Peloponnesischen Krieges und der Hinrichtung seines Lehrers heraus. Seine gescheiterten politischen Hoffnungen in Sizilien und seine lebenslange Suche nach der Verbindung von Philosophie und Herrschaft prägen die Nomoi besonders deutlich: Nicht mehr der Philosophkönig, sondern die vernünftige, erzieherisch wirkende Gesetzgebung soll menschliche Unvollkommenheit bändigen. Dieses Werk empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Platon jenseits der berühmten Ideenlehre kennenlernen wollen. Die Nomoi bieten keinen leichten Einstieg, wohl aber eine außerordentlich reiche Quelle für politische Philosophie, Rechtsdenken und antike Kulturtheorie.