Installieren Sie die genialokal App auf Ihrem Startbildschirm für einen schnellen Zugriff und eine komfortable Nutzung.
Tippen Sie einfach auf Teilen:
Und dann auf "Zum Home-Bildschirm [+]".
Bei genialokal.de kaufen Sie online bei Ihrer lokalen, inhabergeführten Buchhandlung!
Der Strukturalismus glaubte an die Ordnung der Zeichen, der Poststrukturalismus an ihre Instabilität und der Popstrukturalismus daran, dass ebendiese Zeichen stets in Zirkulation begriffen sind. Beispielsweise in Form der Streetart, die den öffentlichen Raum ästhetisch und diskursiv mitgestaltet - selbst dann noch, wenn sie im Zustand ihrer Übermalung zum Zeugen verdrängter Konflikte wird. Popstrukturalismus bewegt und gibt Widerstand wieder Bedeutung. Dies ist kein Buch über Pop, sondern ein Buch als Pop. Seine Texte bewegen sich in einem »Zwischenraum« - zwischen Theorie und Massenwaren, Spiel und Ernst, Begehren und Analyse. Dieses »Zwischen« ist ein Zustand, eine Störung, in der sich Bedeutungen überlagern - ohne sich auszulöschen. Systemkritik ist Teil des Systems und Mehrdeutigkeit ist Erkenntnis. Popstrukturalismus ist Zwischen. Zwischen Räumen, Bedeutung und Zeilen. Popstrukturalismus ist Erkenntnis. Erkenntnis durch Bewegung. Popstrukturalismus ist Vergnügen. Mit Beiträgen von Paul Exner, Sarah Gerbach, Anselm Geserer, Jule Haas, Frau Hauptmann, Jenny Hilger, Jens Klopp, Carlos Mayer, Mike Mehl, Lena Neelsen, Isolde Pillin, Julia Franziska Rank, Lara Schleef, Victoria Stefanou und Sacha Szabo.
Anselm Geserer ist Kommunikationswissenschaftler und Werber. Carlos Mayer ist Soziologe. Dr. Sacha Szabo ist Soziologe am Institut für Theoriekultur Freiburg. Er promovierte mit einer Arbeit über Jahrmarktsattraktionen und gilt als einer der führenden Festforscher in Deutschland. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf Alltagsphänomenen und -artefakten. Seine These: Diese scheinbar banalen Dinge haben das Potenzial ein Tor in ein Jenseits des Alltags zu öffnen. Der Sammelband »Popstrukturalismus. Obduktionen des Banalen« wurde von Anselm Geserer, Kommunikationswissenschaftler und Werber, gemeinsam mit den Soziologen Carlos Mayer und Sacha Szabo für das Institut für Theoriekultur kuratiert. Das im März 2002 gegründete »Institut für Theoriekultur« ist ein informeller Zusammenschluss von Wissenschaftler:innen, Künstler:innen und Kulturschaffenden und versteht sich als interdisziplinäre Plattform, die sich zum Ziel gesetzt hat, Alltagsphänomene zu untersuchen und Artefakte der sozialen Wirklichkeit zu analysieren. Da diese Phänomene in der wissenschaftlichen Literatur und Theorie häufig marginalisiert werden, bewegen sich die Projekte dabei oft auf unerforschtem Terrain. Daher erarbeitet das Institut für Theoriekultur kontinuierlich neue Lösungsmöglichkeiten, um im Rückgriff auf kulturwissenschaftliche, kultursoziologische und kulturphilosophische Paradigmen methodisch fundierte Zugänge und Ansätze einer zeitgemäßen Kulturtheorie zu entwickeln.