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Am Ufer des Sees Genezareth, wo das Wasser noch heute gegen dieselben Steine schlägt wie vor zweitausend Jahren, entspinnt sich eine Geschichte von Menschen, die zwischen Hoffnung und Verzweiflung leben. Radoslaw Pietrzak entführt seine Leser in das antike Galiläa, wo Fischer ihre Netze auswerfen, Steuereintreiber ihre Listen führen und gewöhnliche Menschen mit den Härten des Alltags ringen.
In sieben meisterhaft komponierten Erzählungen zeichnet der Autor ein atmosphärisch dichtes Bild vom Leben am See. Simon bar Jona kämpft gegen steigende Schulden und leere Netze. Andreas sucht seinen Platz zwischen Loyalität und Zweifeln. Mara hustet in der Dunkelheit, während ihr Mann auf dem Wasser um das Überleben der Familie ringt. Die Charaktere sind keine überlebensgroßen Helden, sondern Menschen aus Fleisch und Blut - mit rissigen Händen vom nassen Leinen, mit der Sorge im Nacken und der Müdigkeit in den Knochen.
Pietrzak schreibt mit einer Präzision, die jedes Detail lebendig werden lässt: das Gewicht der Netze, den Geruch des Wassers in der Morgendämmerung, die stumme Verzweiflung nach einer ertraglosen Nacht. Seine Sprache ist klar und kraftvoll, ohne unnötiges Pathos, und gerade dadurch umso eindringlicher. Die historische Kulisse wird nie zum bloßen Bühnenbild, sondern atmet die Authentizität einer vergangenen Welt.
Diese Sammlung ist mehr als historische Fiktion - sie ist eine zeitlose Meditation über Existenznöte, Solidarität und die Frage, woran man sich klammert, wenn die Hoffnung schwindet. Ein Buch für alle, die literarisch anspruchsvolle Erzählungen schätzen und sich von einer längst vergangenen Epoche berühren lassen möchten.
Radoslaw Pietrzak ist ein Erzähler, dessen Werke sich mit dem alltäglichen Leben an Gewässern und den verborgenen Geschichten ihrer Menschen befassen. Seine Arbeiten zeichnen sich durch eine eindringliche Beobachtungsgabe und eine Vorliebe für subtile psychologische Tiefe aus. Pietrzak hat sich auf literarische Kurzprosa spezialisiert, die gesellschaftliche Spannungen und persönliche Konflikte in scheinbar gewöhnlichen Momenten offenlegt. Seine Erzählungen vereinen poetische Sprache mit einem dokumentarischen Blick auf menschliche Beziehungen. Heute lebt und arbeitet der Autor im deutschsprachigen Raum, wo er sich der Literatur vollständig widmet.