Das verlorene Kind - Rahel Sanzara

Rahel Sanzara

Das verlorene Kind

eBook Ausgabe. 1. Auflage
eBook (pdf), 438 Seiten
EAN 9783835393905
Veröffentlicht September 2026
Verlag/Hersteller Wallstein Erfolgstitel - Belletristik und Sachbuch
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23,99 inkl. MwSt.
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Beschreibung

Rahel Sanzaras dunkles Meisterwerk über einen Lustmord zum 100. Jubiläum neu ediert. Die fest gefügte Welt eines norddeutschen Gutshofes zerbricht, als die vierjährige Pächterstochter Anna B. Opfer eines grausamen Mordes wird. Sanzara erzählt mit großer Ruhe in sprachlicher Schönheit von den verheerenden Folgen, die diese Tat für die Eltern, die Hofgemeinschaft und den Täter selbst hat, vom Umgang mit Schuld, Trauer und Verantwortung Vor hundert Jahren wurde der Roman über Nacht zu einem der größten Bucherfolge der Weimarer Republik. Bis zu seinem Verbot durch die Nationalsozialisten hat »Das verlorene Kind« eine intensive Rezeption erfahren, die von Bewunderung bis zur Ungläubigkeit darüber reichte, dass eine Frau ein so episches und dunkles Werk verfassen konnte. Die Auseinandersetzung gipfelte in einem Literaturstreit um die Urheberschaftsfrage, in dem Sanzara von Schriftstellern wie Gottfried Benn und Kasimir Edschmid verteidigt wurde. Das Nachwort der kommentierten Ausgabe rekonstruiert den internationalen Erfolg des Romans sowie die Bezüge zur historischen Vorlage im Neuen Pitaval, einer Sammlung historischer Kriminalgeschichten. Erstmals wird auch die zum Teil erheblich gekürzte Fassung in der Vossischen Zeitung berücksichtigt. Der Band enthält ferner eine Auswahl zeitgenössischer Besprechungen, u. a. von Vicki Baum, Erik-Ernst Schwabach, Bernhard von Brentano, Monty Jacobs, Gabriele Reuter, Máximo José Kahn, Osip Mandelstam, Ernst Weiß, Lavinia Mazzucchetti, Carl Zuckmayer und Vita Sackville-West.

Portrait

Rahel Sanzara (1894-1936) war Schauspielerin und Schriftstellerin. 1933 belegten sie Nationalsozialisten mit Publikationsverbot. Während der NS-Zeit lebte Sanzara isoliert und schwer krank in Berlin, während ihre engsten Freunde, Ernst Weiß und Albert Ehrenstein, emigrierten. Die Publikation ihres zweiten Romans »Die glückliche Hand«, der 1936 im Schweizer Exilverlag Humanitas erschien und das Lebensunglück einer Krankenschwester darstellt, erlebte sie nicht mehr. Nicola Behrmann, geb. 1973, ist Associate Professor für Germanistik sowie für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Rutgers University in New Jersey (USA). Mitherausgeberin der Bände »Gefängnis - Das graue Haus - Das Haus im Schatten« (2016) und »Das Brandmal- Das ewige Lied« (2017). Veröffentlichungen u. a.: Geburt der Avantgarde - Emmy Hennings (2018); Dada 1916 /2016 (The Germanic Review Special Issue, 2016); Emmy Hennings Dada (2015).

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