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-SchwellenGesänge. Hommage an ein aussterbendes Relikt- ist ein literarisches Projekt über das prekäre Terrain der Schwelle - zwischen Sprachen, Ländern, Körpern, Zeiten. In einer Welt, die auf Beschleunigung, Barrierefreiheit und territoriale Macht setzt, verschwinden Schwellen als Denk-, Erfahrungs- und Lebensräume. Sie werden zubetoniert, zerbombt, ausradiert oder wegrationalisiert. Regina Kleins -SchwellenGesänge- versammelt Prosastücke, Miniaturen und Essays, die sich mit diesem topologischen Ausnahmeort vertraut machen. Sie umkreisen ihren Gegenstand aus wechselnder Distanz und verbinden ethnologische Beobachtungsgabe, kulturtheoretisches Interesse und (Auto)Fiktionales zu einem literarischen Panorama der Schwelle. Dabei gelingt ihr ein eindrückliches Plädoyer für Letztere als fragilen Widerstandsort - gegen binäre Logik, Identitätszwang und geopolitische Gewalt. Ein poetisches Manifest für alle, die an Übergänge glauben und in ihnen wohnen.
Dr. Regina Klein, geboren 1959 in Dillenburg (Deutschland), lebt als Autorin in Klagenfurt (Österreich). Sie arbeitet an der Schnittstelle von Literatur, künstlerischer Forschung und gesellschaftlicher Praxis. Nach einer Promotion in Erziehungs- und Kulturwissenschaften war sie in Forschung und Lehre an Hochschulen in Österreich und Deutschland tätig und wirkte an mehreren europäischen Projekten im Grenzbereich von Kunst und Wissenschaft mit. Heute arbeitet sie vor allem literarisch und entwickelt Schreibprojekte und performative Formate, unter anderem im von ihr gegründeten Kollektiv Writers Space. Neben ihrer literarischen Arbeit unterrichtet sie kreatives Schreiben und arbeitet als Gruppenanalytikerin mit Menschen auf der Flucht. Ihre Werke bewegen sich zwischen Erinnerung, Landschaft, Körper und Geschichte und entstehen häufig in Übergangs- und Grenzräumen. Sie veröffentlicht literarische und wissenschaftliche Texte und wurde u.a. mit dem Literaturpreis des Landes Kärnten (2024) sowie beim Kurzdramenfestival -UFF - Utopias from Fragments- (2021) ausgezeichnet. Ihr Schreiben bezeichnet sie als Schwellenschreiben.