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Wie fast alle Fürstenfamilien, so waren auch die Häuser Wettin und Wittelsbach miteinander verwandt. Dass ausgerechnet im Jahrhundert der Reformation und beginnenden Gegenreformation die weltlichen Häupter der jeweils anderen Konfession Freunde wurden und blieben, verwundert. Mit Kurfürst August von Sachsen (1553-1586) und Herzog Albrecht V. von Bayern (1550-1579) kulminierte diese Freundschaft. Sie wurzelte in Vertrauen und Sympathie, wie der Briefwechsel deutlich werden lässt. Bei allen konfessionellen Unterschieden gab es genügend gemeinsame Glaubenseinsichten, die beide Regenten miteinander verbanden. In ihrer Verantwortung für das Reich sahen sie in der Erhaltung des Friedens ihre wichtigste Aufgabe. Zum Konfessionskrieg kam es erst eine Generation nach ihnen. Erstmalig werden nun diese Briefe veröffentlicht.
Der Autor: Reiner Zimmermann, 1933 in Chemnitz geboren; Studium am Theologischen Seminar Friedensau 1952-1956; weitere Studien an den Universitäten in Jena und München; Pastor in den Bezirken Halle und Magdeburg; Sekretär und Abteilungsleiter für Sachsen-Anhalt 1962-1969; Dozent für Kirchengeschichte und Pastoralpsychologie in Friedensau 1969-1985; 1985-1993 Pastor in München.
Aus dem Inhalt : Politische und kirchliche Konstellation in Bayern um 1550 - Die Wirkung des Tridentinums auf Herzog Albrecht - August von Sachsen als zweiter evangelischer Kurfürst der Albertiner - Die Grumbach'schen Händel - Augusts Trostbriefe an Albrecht - Albrechts letztes Treueversprechen.