Installieren Sie die genialokal App auf Ihrem Startbildschirm für einen schnellen Zugriff und eine komfortable Nutzung.
Tippen Sie einfach auf Teilen:
Und dann auf "Zum Home-Bildschirm [+]".
Bei genialokal.de kaufen Sie online bei Ihrer lokalen, inhabergeführten Buchhandlung!
Ihr gewünschter Artikel ist in 0 Buchhandlungen vorrätig - wählen Sie hier eine Buchhandlung in Ihrer Nähe aus:
In diesem Band wird ein Thema behandelt, das von exemplarischer Bedeutung für die Kulturwissenschaften ist: Reisen um 1800 fokussiert auf einen Zeitraum, in dem ein Europa, in dem sich Nationen auch revolutionär konstituierten, in die außereuropäische Welt expandierte - von der Entdeckung Tahitis 1767 durch Samuel Wallis bis zu Adelbert von Chamissos Publikation einer russischen Entdeckungs-Reise nach der Bering-Straße zur Erforschung einer nordöstlichen Durchfahrt 1836. In drei Abschnitten - zu Reisen in Deutschland, in Europa und in die außereuropäische Welt - ergibt sich eine transnationale Perspektive auf das Dreieck von sich globalisierender Welt, expandierendem Europa und national definierten «eigenen» Kulturen: Wie sind Beziehungen zwischen den europäischen Staaten präsent in den Wahrnehmungen außereuropäischer Völker, aber auch der eigenen Nation? Wie werden Zentren und Peripherien entworfen? Im Austausch zwischen literaturwissenschaftlicher Analyse von Reisebeschreibungen als Textsorte und geschichtswissenschaftlicher Untersuchung von Reisen als kultureller Praxis geht es um Reisende unterschiedlicher sozialer Gruppen, deren Reiseziele und -interessen, die Verkehrsmittel, die sie benutzten, und die Medien, in denen sie publizierten, ebenso wie um Wahrnehmungsformen und Deutungsmuster.
Helmut Peitsch, geb. 1948, ist Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Potsdam, lehrte von 1985 bis 2001 in Großbritannien und den USA und hat zu Georg Forster, Exil- und Nachkriegsliteratur publiziert.
I: Reisen in Deutschland Iwan-Michelangelo D'Aprile: Europa im Spiegel der Welt - ein Motiv in der deutschen Aufklärungsdiskussion Stefanie Stockhorst: Das klassische Weimar aus englischer Sicht: Zum Funktionswandel des Reisens um 1800 am Beispiel von Charles Gore und Henry Crabb Robinson II: Reisen in Europa Brunhilde Wehinger: Schauen, zuhören, schreiben. Madame de Staël und Stendhal in Italien Torsten Flüh: Wissen und Reisen. Die Reisen des Caspar Voght Ralf Pröve: "Schlachtenbummler" im 18. Jahrhundert. Typologische Wahrnehmungsmuster von Militär und Krieg in Reise-Selbstzeugnissen Andreas Degen: Ästhetische Faszination, erläutert an Reisebeschreibungen vom Vesuv Ulrich Krellner: Fremderfahrung im Kontrast. Goethes und Herders Italienreisen Jürgen Joachimsthaler: Ortlos in Paris. Friedrich Tiecks Reisebriefe an seinen Bruder Ludwig (1797-1801) Martin Leubner: Syrakus als Reiseziel eines Spaziergängers und anderer Reisender. Seumes Bericht über Syrakus im Kontext von Reiseberichten zwischen dem 18. und 20. Jahrhundert Benjamin Langer: "Schulmeister" vs. "touristischer Wegelagerer": Friedrich Wilhelm Thierschs "Apologie eines Philhellenen wider den Fürsten Herrmann L. G. von Pückler Muskau" III: Reisen in die außereuropäische Welt Lars Eckstein: Karibikreisen um 1800 im Gedächtnis der Literatur Mike Frömel: Reisen in die Antarktis und zur Beringstraße. Der Blick auf eine koloniale Peripherie in Reiseberichten von Georg Forster (1778) und Otto von Kotzebue (1821) Helmut Peitsch: Georg Forsters ,deutsche' Kommentierung englischer Reisebeschreibungen über den Pazifik Tobias Metzler: Humboldt und die verlorenen Stämme Israels: Die Afrika- und Asienreisen Benjamins II.