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Ein Jahr. Hunderte Mails. Zwei Menschen, die sich nie begegnen - und sich dennoch näherkommen, als sie es je geplant hätten.
Über ein Jahr hinweg entfaltet sich ein intensiver Mailwechsel zwischen einer jungen Frau mit dem Pseudonym "Nachtwind" und einem psychologischen Berater, der mit dem Initial B. antwortet. Was als anonyme Kontaktaufnahme beginnt, entwickelt sich zu einem intensiven, schonungslos offenen Dialog über existentielle Fragen, innere Abgründe und die Suche nach Halt. Nachtwind ist klug, verletzlich, provozierend, manchmal wütend, manchmal verzweifelt - immer jedoch getrieben vom Wunsch, gesehen und ernst genommen zu werden. Ihr Gegenüber antwortet mit Zurückhaltung, Empathie und professioneller Fürsorge - ohne zu werten, ohne zu vereinnahmen.
Die Korrespondenz kreist um Themen wie Suizid, Selbstverletzung, Familie, Gewalt, Schuld und Versöhnung sowie um das Spannungsfeld von Autonomie und Verantwortung. Philosophische Reflexionen treffen auf scheinbar beiläufige Alltagsszenen, scharfer Witz auf sprachlose Abgründe, fragile Hoffnung auf den Wunsch, dem eigenen Leben ein Ende zu setzen. In diesem Wechselspiel aus Nähe und Distanz, Eskalation und behutsamem Innehalten entwickelt sich ein Dialog, der zugleich verstört, berührt und zum Weiterdenken zwingt.
Der Roman überrascht immer wieder in seinem Verlauf und steuert auf ein Ende zu, das schockiert und nachhallt. Doch trotz aller Dunkelheit bleibt eine leise Gewissheit: Dieser Austausch verändert. Und er lässt die Hoffnung zu, dass Nachtwind ihren Platz im Leben findet - mit beiden Füßen auf dem Boden, bereit, weiterzugehen.
Eine Übersicht der anderen Publikationen des Autors aus der Philosophie und Heilpädagogik sowie weitere Romane finden sich auf seiner Homepage unter: www.bonfranchi.info
Triggerwarnung / Content Note: In diesem Roman werden Suizidgedanken, psychische Erkrankungen, Selbstverletzung (anschaulich beschrieben), psychische Krisen, sexualisierte Gewalt/Vergewaltigung (anschaulich beschrieben) sowie Alkoholmissbrauch thematisiert. Wir empfehlen, vorab zu prüfen, ob diese Inhalte für Sie aktuell belastend sein könnten, und bei Bedarf Unterstützung in Anspruch zu nehmen.
Riccardo Bonfranchi (1950*) studierte Sonderpädagogik an der Heilpädagogischen Fakultät der Universität Köln. Dort erlangte er das Doktorat. Von 1984 bis 1990 war er Rektor des Werkjahres Basel-Land. Danach lehrte er Heilpädagogik und Psychologie an der Höheren Fachschule (Lehrer für Geistigbehinderte) in Bern. 2009 schloss er den Master in Adavanced Studies in Applied Ethics an der Universität Zürich ab. Bis Sommer 2010 war er Schulleiter der Heilpädagogischen Schule in Zürich (RGZ-Stiftung). In dieser Eigenschaft gründete er eine Tagesförderstätte für schwer- und mehrfachbehinderte junge Erwachsene. Seit August 2010 ist Riccardo Bonfranchi freiberuflich in den Bereichen Supervision und Schulung von Heilpädagogischen Kräften tätig (www.bonfranchi.info).