Richard Schenk

Verschatteter Abglanz: endliche Erkenntnis vom Unendlichen

Zur 'obscura refulgentia' in der metaphysisch-theologischen Synthese des Thomas von Aquin. Etwa 160 S.. 21,0 cm / 14,8 cm ( B/H )
Buch (Hardcover)
EAN 9783658524562
Veröffentlicht September 2026
Verlag/Hersteller Springer-Verlag GmbH
84,99 inkl. MwSt.
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Beschreibung

Das Buch unternimmt den Versuch, auf vier Feldern ein durchgängiges Thema der metaphysisch-theologischen Synthese des Thomas von Aquin nachzudenken. Ihnen gemeinsam ist die doppelte Aufmerksamkeit, die Thomas vom Beginn seines Schaffens an auf die Verzahnung von Größe und Grenze des menschlichen Geistes richtete. Den Ausdruck ‚obscura refulgentia divinae cognitionis‘ hat Thomas in seinem Kommentar zu Hiob geprägt, um das philosophische und theologische Ideal dieser programmatischen Verzahnung zu benennen. ‚Vergessen‘ ist für Thomas nicht nur eine Schwäche des Geistes, sondern in der Transformation gelingender Erinnerung und neuer Synthese auch die Bedingung einer möglichen Vertiefung und Entwicklung des bisher Gedachten. So wird die Erinnerung an den nicht-göttlichen, formalen Gegenstand thomistischer Metaphysik durch die Verzahnung menschlicher und kosmischer Endlichkeit als zweifacher ‚Abyssus‘ erkannt. Diese beiden Orte erfahrener Endlichkeit werden heute wie schon in der Antike mit der schillernden Erfahrung von ‚Erhabenheit‘ in Verbindung gebracht. Eine erneuerte Metaphysik der ‚erhabenen‘ Schöpfung bietet gegenwärtig eine wichtige und belastbare Ergänzung der ‚instrumentellen Vernunft‘ der Nachhaltigkeit – mit dem Ziel einer neuen Hochschätzung der Schöpfung. Metaphysik dient hier als Protreptik zur Wiederholung kosmischen Staunens.

Portrait

Richard Schenk, Mitglied des Dominikanerordens, Professor i.R. der Graduate Theological Union in Berkeley und Universitätspräsident a.D., ist Honorarprofessor der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz.

Inhaltsverzeichnis

Der dunkle Widerschein göttlicher Unendlichkeit in der Endlichkeit menschlicher Vernunft: ‚sicut in tenebris septentrionis invenitur fulgor auri‘. Vorwort des Herausgebers.- Das Motiv der „aliqua refulgentia obscura divinae cognitionis“: Zum Geheimnis von Hell und Dunkel in der thomanischen Anthropologie. Vorwort des Verfassers.- Gedächtnis und Erinnerung – eine notwendige Zweiheit in der Theologie.- Abyssus abyssum invocat – Metaphysik als Protreptik zur Wiederholung kosmischen Staunens.- Reditio in seipsum completa et incompleta – Verwandlungen eines platonischen Axioms als Leitfaden einer künftigen Metaphysik.- Erkenntnistheoretischer Pilgerstand – Historische Thomasinterpretation und transzendentalphilosophische Einübung in die Theologie.- Erstveröffentlichungsnachweis.- Bibliographie.- Personenregister.- Sachverzeichnis.- Zum Verfasser.- Zum Herausgeber.

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