Richard Stöss

Der rechte Rand Europas

Rechtsextremismus und Rechtskonservatismus bei den Wahlen zum Europäischen Parlament 1979 bis 2024. 21,6 cm / 15,3 cm / 1,4 cm ( B/H/T )
Buch (Hardcover), 166 Seiten
EAN 9783847431299
Veröffentlicht Februar 2025
Verlag/Hersteller Budrich

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Beschreibung

Europa ist durch einen dramatischen Rechtstrend geprägt. Mittlerweile besetzen Rechtsaußenparteien ein Viertel aller Mandate im Europaparlament. Selbst wenn sie sich neuerdings betont kooperativ und "proeuropäisch" präsentieren, haben sie ihre nationalistische Ideologie und das Ziel einer ethnisch bzw. kulturell möglichst homogenen Volksgemeinschaft keineswegs aufgegeben. Auch ohne parlamentarische Mehrheit stören diese Parteien die Funktionsfähigkeit der demokratischen Willensbildung und behindern die Einigung Europas. 
 Die Studie befasst sich mit der Ideologie, Strategie und Zielsetzung der 61 Rechtsaußenparteien, die bei den bislang zehn Direktwahlen zum Europaparlament Mandate errungen haben, analysiert die Binnenstruktur dieser Parteienfamilie, fragt nach den Ursachen für die zunehmenden Wahlerfolge und behandelt die Erosion des "cordon sanitaire", der den demokratischen Bereich gegen den rechten politischen Rand abgrenzen soll.

Portrait

Prof. Dr. Richard Stöss, apl. Prof. i.R. für Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Problemstellung, Leitfragen und Untersuchungskonzept 2. Begriffsbestimmungen 2.1 Rechtskonservatismus als Brücke zwischen dem demokratischen Zentrum und dem Rechtsextremismus 2.2 Nationalismus und völkisches Gedankengut 2.3 Definitionen und weitere Erläuterungen 2.4 (Rechts-)Populismus als Analysekonzept 3. Zur Vorgeschichte: Völkischer Nationalismus und internationale Kooperation in der frühen Nachkriegszeit 3.1 Europaideologie 3.2 Politische Praxis 4. Die Modernisierung des Rechtsextremismus 4.1 Zum sozioökonomischen und politischen Wandel 4.2 Zum ideologisch-programmatischen Wandel 4.3 "Globalisierter" Rechtsextremismus 5. Vom Faschismus über den gemäßigten Rechtsextremismus zum Rechtskonservatismus. Exkurs zum italienischen Rechtsextremismus 5.1 Die Italienische Sozialbewegung 5.2 Die Nationale Allianz 5.3 Die Liga 5.4 Fazit 6. Die Bemühungen um eine einheitliche Euro-Rechte 6.1 Die Europawahlen 1979 6.2 Die Europawahlen 1984 6.3 Die Europawahlen 1989 6.4 Die Europawahlen 1994 6.5 Die Europawahlen 1999 6.6 Die Europawahlen 2004 6.7 Die Europawahlen 2009 6.8 Die Europawahlen 2014 6.9 Die Europawahlen 2019 6.10 Die Europawahlen 2024 7. Anatomie des Rechtstrends 7.1 Mandatszahlen und Mandatsanteile 7.2 Auswirkungen des Brexits 7.3 Ost-West-Vergleich 7.4 "Platzhirsche" und "Eintagsfliegen" 7.5 Fraktionsbildung 7.6 Konsens und Dissens 7.7 Politische Einflussmöglichkeiten 8. Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse, Diskussion und einige Schlussfolgerungen Anhang Literatur Abkürzungen für nationale und europäische Parteien und für Fraktionen im Europaparlament Register (Parteien und Fraktionen)

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