Robert Louis Stevenson

Der Selbstmordklub

Viktorianische Kriminalnovellen um Prinz Florizel, einen geheimen Zirkel und eine makabre Lotterie. 22,9 cm / 15,2 cm / 0,6 cm ( B/H/T )
Buch (Softcover), 84 Seiten
EAN 9788027360529
Veröffentlicht Dezember 2022
Verlag/Hersteller e-artnow
9,60 inkl. MwSt.
Teilen
Beschreibung

Der Selbstmordklub versammelt drei kunstvoll verschränkte Erzählungen aus Robert Louis Stevensons Zyklus New Arabian Nights, in denen Prinz Florizel von Böhmen und sein Vertrauter Colonel Geraldine in das düstere London einer geheimen Gesellschaft geraten. Hinter der makabren Prämisse eines Klubs, der lebensmüden Mitgliedern den Tod vermittelt, entfaltet Stevenson eine raffinierte Mischung aus Kriminalgeschichte, Schauerliteratur, Abenteuerprosa und moralischer Parabel. Sein Stil verbindet elegante Ironie, präzise Spannungstechnik und eine fast traumartige Urbanität, die das viktorianische Großstadtmilieu als Bühne existenzieller Versuchungen erscheinen lässt. Robert Louis Stevenson, 1850 in Edinburgh geboren, war von früher Krankheit, rastloser Reiselust und einer ausgeprägten Sensibilität für Grenzerfahrungen geprägt. Als schottischer Autor zwischen Romantik, viktorianischem Realismus und beginnender Moderne interessierten ihn Masken, Doppelgänger, soziale Außenseiter und die gefährliche Anziehung des Verbotenen. Der Selbstmordklub lässt sich aus diesem biographischen und ästhetischen Spannungsfeld verstehen: als literarisches Experiment über Freiheit, Verzweiflung, Zufall und moralische Verantwortung. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Spannung nicht bloß als Handlung, sondern als intellektuelle und ethische Herausforderung suchen. Stevensons Erzählungen sind knapp, elegant und zugleich verstörend; sie eröffnen ein Leseerlebnis, das Unterhaltung mit philosophischer Tiefenschärfe verbindet.