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Was geschieht, wenn uns das Vertrauteste verlässt? Wenn das, was uns seit Jahrzehnten stumm begleitet hat, plötzlich eigene Wege geht? Rodrigo Casafuerte wagt in seinem außergewöhnlichen Erzählband einen Blick auf jene unsichtbaren Begleiter, die uns näher sind als unser eigener Herzschlag - und erkundet mit subtiler Präzision, was passiert, wenn diese Verbindung bricht.
In fünf meisterhaft komponierten Geschichten lotet Casafuerte die Grenze zwischen Realität und Fantastischem aus. Der titelgebende Text "Fristlos" erzählt von Heinz Probst, einem Sachbearbeiter beim Finanzamt, dessen Schatten ihm eines Morgens schlichtweg kündigt - mit amtlichem Formular und Begründung. Was zunächst absurd klingt, entfaltet sich zu einer präzisen Parabel über Entfremdung, Routine und die Frage, was ein Leben lebendig macht.
Mit trockenem Humor und einer Liebe zum Detail, die an Kafka erinnert, entwickelt Casafuerte Geschichten, in denen das Unmögliche auf bürokratisch geregelte Weise Wirklichkeit wird. Seine Figuren sind Menschen wie wir: im Alltag gefangen, von kleinen Gewohnheiten bestimmt, und plötzlich konfrontiert mit dem Unfassbaren, das sich nicht ignorieren lässt.
Der Autor schreibt mit einer Nüchternheit, die das Surreale erst richtig zum Leuchten bringt. Jede Geschichte öffnet eine Tür zu philosophischen Fragen: Was folgt uns wirklich durchs Leben? Was haben wir verdrängt, übersehen, für selbstverständlich gehalten? Und was bleibt von uns übrig, wenn das Selbstverständliche geht?
"Die Kündigung des Schattens" ist ein Buch für alle, die literarische Grenzgänge schätzen, die zwischen den Zeilen lesen mögen und bereit sind, sich auf ungewöhnliche Perspektiven einzulassen. Ein kleines Meisterwerk über die großen Abwesenheiten in unserem Leben.
Rodrigo Casafuerte ist ein Autor psychologischer Erzählungen, der sich mit den verborgenen Aspekten des menschlichen Bewusstseins auseinandersetzt. Seine Arbeiten erforschen die Grenzen zwischen Realität und innerer Wahrnehmung, oft durchdrungen von subtiler Spannung und philosophischer Tiefe. Casafuerte schreibt in einem präzisen, nachdrücklichen Stil, der alltägliche Momente in verstörendes Unbekanntes transformiert. Seine Geschichten laden Leser ein, die unbequemen Fragen zu stellen, die sich hinter dem Gewöhnlichen verbergen. Casafuerte lebt zurückgezogen und widmet sich ganz dem Schreiben, wobei er die Grenzen zwischen Psychologischem Thriller und philosophischer Fabel verschwimmen lässt.