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Acceras ist gefallen. Mit der grauen Festung bricht eine Ordnung zusammen, die Jahrtausende hielt. Täelga wurde im Magistrat zur Sanguenritterin erzogen, geschmiedet aus Blut, Kampf und blinder Loyalität. Doch eine einzige Tat, der Befehl, eine wehrlose Frau zu töten, zerreißt alles, woran sie glaubte. Gezeichnet von Schuld verrät sie Acceras und schließt sich der Union an. Jetzt führt sie ihr Weg nach Minae, in die Hauptstadt der westlichen Königreiche. Sie sucht Antworten auf die Frage, die sie seit ihrer Befreiung verfolgt. Wer war ich, bevor das Schwert mich prägte? Tochter des Waldes? Kriegerin des Magistrats? Oder beides? Aaghyl, Lord des Magistrats und Oberbefehlshaber, verliert mit Acceras mehr als eine Festung. Er verliert seine Gewissheit, seine Ehre, einen Teil von sich selbst. Die Niederlage kam zu plötzlich, zu vollständig. War es Verrat? Ein unsichtbarer Feind? Auf seinem Marsch in die Hauptstadt trägt er die Last der Toten und die Angst vor der Wahrheit mit sich. Zwei Wege, ein Bruch. Während Täelga nach Vergebung und Identität sucht, klammert sich Aaghyl an die Trümmer der alten Welt. Die Sanguenritter ist der Auftakt einer Geschichte über Schuld und Erlösung, über Loyalität und Verrat, über den Mut, sich den Schatten der eigenen Vergangenheit zu stellen, in einer Welt, die von Krieg und Lügen zerrissen ist. Denn am Ende zählt nur eine Frage: Kannst du dich selbst annehmen, wenn die Wahrheit weh tut?