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Die Analyse der Inszenierung der Corona-Krise in Österreich im Vergleich mit anderen europäischen Staaten (insbesondere Deutschland, Großbritannien, Italien, Spanien) zeigt, wie Akteur:innen aus Ministerien, Ämtern und der Wissenschaft versuchten, die Krise aus eigener Sicht kommunikativ zu steuern, wobei mitunter ein Eindruck von Widerspruch, Unsinnigkeit und auch erstaunlicher Inkompetenz entstand. Rechtsaußenparteien wie die FPÖ in Österreich konnten das kommunikative Versagen der Politik geschickt ausnutzen. Im Zuge der Anti-Impf-Kampagne etwa wurden faschistische Slogans und Verschwörungsnarrative Teil des öffentlichen Diskurses, vom angeblich 'gesunden Volkskörper' bis zum offenen Antisemitismus. Die Analyse der konfliktreichen Debatten zur Impfpflicht erklärt auch, warum die FPÖ nach Abschaffung des entsprechenden Gesetzes im Sommer 2022 als politischer Gewinner aus der Krise hervorging. Seither liegt die FPÖ bei Wahlen ebenso wie bei Meinungsumfragen an erster Stelle. Die Aufarbeitung der Krise sollte sich mit dem kommunikativen Versagen auseinandersetzen, damit Politiker:innen, aber auch wir alle aus Fehlern lernen können. Dieses Buch leistet hierzu einen wertvollen Beitrag.
Markus Rheindorf ist Privatdozent für Angewandte Sprachwissenschaft an der Universität Wien. Zahlreiche Forschungsaufenthalte und Fellowships, u.-a. an der Amsterdam School for Cultural Analysis, dem Internationalen Forschungszentrum für Kulturwissenschaften und dem Institut für die Wissenschaften vom Menschen in Wien.
Seine Forschung konzentriert sich auf die politische Dimension von öffentlichen Diskursen, insbesondere auf die argumentativen und narrativen Aspekte von politischen Positionen zu Themen wie Identität, Migration und Krisen.