Sabrina Döppl

Die Geschichtserzählung in der DDR-Methodik am Beispiel von Herbert Mühlstädts Werk "Der Geschichtslehrer erzählt"

eBook Ausgabe. 1. Auflage
eBook (epub), 128 Seiten
EAN 9783638489652
Veröffentlicht April 2006
Verlag/Hersteller GRIN Verlag
36,99 inkl. MwSt.
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Beschreibung

Examensarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Didaktik - Geschichte, Note: 1, Universität Bayreuth, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Geschichte der Geschichtsdidaktik umfasst auch die Methodik in der Deutschen Demo- kratischen Republik. Da die DDR ein totalitärer Staat war, unterlag auch die Geschichtsmethodik den ideologischen Vorgaben der SED. Im Unterricht wurde eine materialistische Betrachtung und Interpretation der Historie gefordert mit dem Ziel, die Schüler mit dem Staat zu solidarisieren und das marxistische Wertesystem in ihrem Denken zu verankern. Dominierende Methode im Geschichtsunterricht war der Lehrervortrag, insbesondere die Lehrererzählung. Der starke Einsatz von Geschichtserzählungen in der DDR resultiert aus der Wahrnehmung, dass es dem Unterricht an Anschaulichkeit und Lebendigkeit mangelte. Demzufolge waren es nur Personen, die mit der Praxis in Kontakt standen, welche sich die Mühe machten, selbst historische Erzählungen zu verfassen. Abgesehen von wenigen Beispielen für Lehrererzählungen, die in den Unterrichtshilfen veröffentlicht worden waren, war der ehemalige Volksschullehrer, Verlagsautor und Universitätsdozent Herbert Mühlstädt im Wesentlichen der Einzige, der Geschichtserzählungen in DDR-Zeiten verfasste. Zwischen 1962 und 1966 erschien im Berliner Volk und Wissen Verlag dessen dreibändiges Werk "Der Geschichtslehrer erzählt", das 1972 durch einen Ergänzungsband erweitert wurde. Eine kritische didaktische und literarische Analyse dieses Werkes ist Ziel der vorliegenden Arbeit. Aus den hohen Auflagezahlen wird deutlich, dass Mühlstädts Werk sehr beliebt war und auch "bis zum Ende der DDR eine Monopolstellung" innehatte. Den Grund für die große Bedeutung von "Der Geschichtslehrer erzählt" hatte bereits Rudolf Bonna, der Einzige, der sich bisher mit Mühlstädts Werk beschäftigt hat, auf den Punkt gebracht: "Mit seinem Werk gab Mühlstädt den Geschichtslehrern Material in die Hände, mit dessen Hilfe sie dem Aspekt des Emotionalen im Prozeß der Erziehung der allseitig entwickelten sozialistischen Persönlichkeit gerecht werden konnten." Basierend auf den ideologischen Hintergründen des Geschichtsunterrichts wird untersucht, inwiefern die Texte aus "Der Geschichtslehrer erzählt" zur Indoktrination und damit

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