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Erics Ehe mit Vanessa ist zu einem stillen Arrangement geworden. Bequem. Vorhersehbar. Alle zwei Wochen Sex Missionarsstellung, gelegentlich sie oben. Unter der Routine trägt Eric eine Fantasie, die er nie laut ausgesprochen hat: das Bild seiner verwandelten Frau. Dominant. Befehlend. Sich nehmend, was sie will, während er zusieht machtlos und erregt. Dann findet er die Anzeige. Die Velvet Chamber präsentiert sich mit Eleganz dunkles Holz, weiches Leder, die gedämpfte Diskretion ernsthaften Geldes. Sie verspricht einen exklusiven Paarclub. Was sie tatsächlich bietet, ist weitaus gefährlicher: einen elitären BDSM-Dungeon unter der Leitung von Mistress Aria, einer Frau, die die verborgenen Wünsche eines Paares mit einem einzigen Blick erfasst. Vanessa willigt ein, sich anzumelden. Eric glaubt, seine lang vergrabene Fantasie stehe endlich vor der Erfüllung. Doch Arias Ausbildung bringt eine unerwartete Bedingung mit sich. Vanessa wird nicht an ihrem Ehemann üben. Sie wird an Cole trainieren einem atemberaubend schönen männlichen Sub, dessen Erfahrung, Körper und absolute Hingabe ihn zum perfekten Instrument ihrer Schulung machen. Erics Rolle: auf dem Beobachterstuhl sitzen, schweigen und zusehen. Woche für Woche intensivieren sich die Sitzungen. Vanessa streift ihr altes Ich so mühelos ab wie ihre Kleidung. Unter Arias Anleitung und Coles unerschütterlicher Unterwerfung entdeckt sie ein Selbstvertrauen, von dem sie nie wusste, dass es existiert und einen Hunger, den keine Vanilla-Ehe je stillen konnte. Eric sieht ihr beim Befehlen zu. Sieht, wie sie Lust empfängt. Sieht, wie zwischen ihr und Cole eine Verbindung entsteht, die als Technik beginnt und sich zu etwas vertieft, das unverkennbar echt ist. Er wollte eine dominante Ehefrau. Er bekommt eine. Was er nicht vorhergesehen hat, sind die Kosten. Denn die Frau, die aus diesen Sitzungen hervorgeht, spielt Dominanz nicht mehr für sein Vergnügen. Sie entdeckt, wer sie wirklich ist. Und der Mann, der ihr half, diese Wahrheit zu finden, ist nicht ihr Ehemann.