Sarah Elena Müller

Bild ohne Mädchen

Roman
eBook (epub), 208 Seiten
EAN 9783038552581
Veröffentlicht Februar 2023
Verlag/Hersteller Limmat Verlag
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Buch (Softcover)
€ 26,00
€ 19,99 inkl. MwSt.
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Beschreibung

Die Eltern des Mädchens misstrauen dem Fernsehen, aber beim Nachbar Ege darf es so lange schauen, wie es will. Ege ist ein Medientheoretiker mit philosophischer Praxis, die nie jemand aufsucht. Seine Wohnung steht voller Geräte, und er dreht Videos, die nie jemand sehen will. Das Mädchen darf in Eges Filmen mitspielen. Hinter der Kamera steht Gisela, seine Partnerin. Das Lebenswerk muss vorangebracht werden. Aber meist sitzt Ege in seiner verdunkelten Wohnung, verachtet die Welt und trinkt. Nur das aufgeweckte Nachbarsmädchen bringt etwas Freude in sein Leben. Gisela wohnt im oberen Stock und entsorgt die leeren Weinflaschen. Die Eltern sind überfordert mit dem Kind, das sein Bett nässt und kaum spricht. Der Vater ist Biologe und wendet sich lieber bedrohten Tierarten zu. Die Mutter bildhauert und ist mit ihrer Kunst beschäftigt. Ein Heiler soll helfen. Das Mädchen sucht Zuflucht bei einem Engel, den es auf einer Videokassette von Ege entdeckt hat. Und wirklich, der Engel hält zu ihm. Durch dieses Kabinett der Hilf- und Sprachlosigkeit nähert sich Sarah Elena Müller dem Trauma einer Familie, die weder den Engel noch die Gefährdung zu sehen im Stande ist. Und von der Großmutter bis zum Kind entsteht ein Panorama weiblicher Biografien seit dem großen Aufbruch der Sechzigerjahre.

Portrait

Sarah Elena Müller, geboren 1990 in Amden/SG, arbeitet multimedial und spartenübergreifend in Musik, Literatur, Virtual Reality, Hörspiel und Theater. Ihr Interesse gilt allen Formen von Text und Sprachlichkeit, technologischen und sozialen Entwicklungen, sowie tanzbarer Musik. Sie tritt in Crypto Mundart Pop Duo «Cruise Ship Misery» als Ghostwriterin und Musikerin auf, fungiert als Beatmakerin für die kongolesische Rapperin Orakle Ngoy und ist Mitbegründerin des feministischen Autorinnenkollektivs RAUF. Sie schreibt regelmässig Kolumnen in der Berner Tageszeitung «Der Bund» und leitet das Projekt «Meine Sprache und Ich» - eine Annäherung an Ilse Aichingers Sprachkritik in Virtual Reality und Text.

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