Sascha Ferber

Ehrlichkeit, Fairness und Korruption in der europäischen Geschichte - Band II

Ehrlichkeit, Fairness und Korruption in der europäischen Geschichte, #2
eBook (epub)
EAN 9783912160789
Veröffentlicht Juli 2026
Verlag/Hersteller Dr. Sascha Ferber
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Beschreibung

In einer Zeit tiefgreifender Vertrauenskrisen in Wirtschaft, Politik und gesellschaftlichen Institutionen legt Dr. Sascha Ferber mit dem zweiten Band seines mehrbändigen Werkes "Ehrlichkeit, Fairness und Korruption in der europäischen Geschichte" eine wissenschaftlich fundierte und programmatisch weitreichende Diagnose der Pathologien der Gegenwart vor. Während Band I die historischen Mechanismen über zwei Jahrtausende europäischer Geschichte freigelegt hat – von der Demagogie des nachperikleischen Athen bis zur Sozialen Marktwirtschaft –, übernimmt Band II die doppelte Aufgabe, diese Einsichten an den konkreten Skandalen und Strukturproblemen der Gegenwart zu bewähren und daraus eine substantielle Antwort zu entwickeln. Ferber zeigt mit methodischer Strenge, dass die großen Skandale der jüngsten Zeit – Wirecard, Qatargate, Huaweigate, FTX und Cum-Ex – keine bloßen Einzelfälle oder individuellen Verfehlungen darstellen, sondern die strukturelle Wiederkehr jener vier Verfallsmechanismen sind, die bereits in der Geschichte immer wieder zum Niedergang führten: die Käuflichkeit öffentlicher Ämter, die Vermachtung der Institutionen durch Sonderinteressen, der Zerfall monetärer und finanzieller Stabilität sowie der Verlust bürgerschaftlicher Loyalität. Mit der eigens entwickelten Wurzelursachen-Methodik durchbricht er die in der europäischen Politik und Regulierung vorherrschende Symptomkur und legt die tiefer liegenden ethisch-kulturellen und institutionellen Bedingungen frei, unter denen diese Pathologien entstehen und lange unentdeckt bleiben konnten. Zentral ist die Unterscheidung zwischen prozeduraler und substantieller Wirtschaftsethik. Während erstere auf immer dichtere Regulierungen, Berichtspflichten und Kontrollapparate setzt, zeigt Ferber, dass nachhaltige Integrität nur aus einer ethisch-kulturellen Trägerschaft erwachsen kann, die in den Akteuren selbst – Unternehmen, Bürgern, politischen Institutionen und zivilgesellschaftlichen Verbänden – verankert ist. Der holistische Kapitalismus, die Stakeholder-Architektur und die programmatische Entfaltung der substantiellen Wirtschaftsethik bieten hierfür ein kohärentes konzeptionelles Gerüst. Praxisbeispiele integrer Wirtschaftsführung (von Hidden Champions über Genossenschaften bis zu Unternehmen wie Patagonia) belegen, dass dieses Programm nicht utopisch, sondern bereits in der gegenwärtigen Wirklichkeit realisierbar ist. Der umfangreiche "Atlas der Gegenwart" mit 24 detaillierten Fallstudien – von wirtschaftlichen Pathologien wie dem Volkswagen-Dieselskandal, Theranos, Greensill und dem Adani-Hindenburg-Komplex über politische Fälle wie Cambridge Analytica, die Pandora Papers und die Ermordung von Daphne Caruana Galizia bis hin zu kulturell-medialen und akademischen Erosionen wie dem Relotius-Skandal, der Replikationskrise in der Wissenschaft und dem kirchlichen Missbrauchskomplex – liefert eine empirisch dichte und quellenkritisch abgesicherte Grundlage. Gerichtsentscheidungen, Untersuchungsausschussberichte, offizielle Dokumente und investigative Recherchen bilden das Fundament einer Analyse, die den Anspruch wissenschaftlicher Redlichkeit in jeder Zeile einlöst. Das Werk gipfelt in der These, dass das Schicksal der Nationen in der Moral ihrer Institutionen entschieden wird. Es richtet sich an alle, die verstehen wollen, warum bloße Regulierungsreformen oft scheitern, und die nach Wegen suchen, wie Ehrlichkeit, Fairness und institutionelle Integrität in der europäischen Wirtschafts- und Gesellschaftskultur der Gegenwart wieder gestärkt werden können. Mit seiner interdisziplinären Tiefe – verbindend Institutionenökonomik, Wirtschaftsethik, Geschichtswissenschaft und politische Theorie – ist Band II ein unverzichtbarer Beitrag zur sachlichen Auseinandersetzung mit den Wurzeln gegenwärtiger Krisen und zugleich ein programmatischer Kompass für eine zukunftsfähige, integre Ordnung.

Portrait

>Die Geschichte der Vorurteile - Wieland-Rezeption im 19.Jahrhundert< von 2013 prägt die Wieland-Forschung und heutige Literaturwissenschaft, vor allem hinsichtlich eines sich drastisch wandelnden Wieland-Bildes, rezeptionsgeschichtlicher Verfahrensweisen in der Forschung und in Kernfragen grundsätzlicher Methodik im Umgang mit Quellen und deren Tradierung, wofür diese Arbeit für viele weitere Forschungen, auch zu anderen Dichtern, wegweisend wurde. Sein zweiter Band über Wieland, der 2025 erschienen ist, verfolgt neue Forschungslinien zu Wieland, der Aufklärung und der Weimarer Klassik erheblich weiter und legt weitere Fundamente und Anknüpfungspunkte für eine nun sich beschleunigend verändernde Wieland-Forschung. In diesem Jahr hat er eine Serie anspruchsvoller zeitgenössischer Prosalyrik in der Veröffentlichung, welche einen neuen klassischen Standard für die Gegenwart erschließt. Hier sind zuletzt die beiden Bände >Du und ich, der Mensch, die Menschheit und alles andere...< sowie >Finden und Suchen eines Paradieses< veröffentlicht worden. >Finden und Suchen eines Paradieses< schließt an seinen ebenfalls 2025 erschienen Gedichtband >Frühjahr der Verheißung< an - diese lyrischen Texte such in anspruchsvoller Weise eine lyrische Prosaform zu entwickeln, welche – formal angemessen - sich als passendes lyrisches Medium der heutigen neuen Welt- und Kulturepoche zu etablieren in der Lage ist. Nach über 12 Jahren als Gymnasiallehrer arbeitet Dr. Ferber heute wieder ganz im Kern seiner Anliegen als Literaturwissenschaftler und Historiker und künstlerischer Schriftsteller, indem er als Autor, Speaker und auf vielfältige Weise in Medienbeiträgen die kulturelle Verarbeitung von aktuellen gesellschaftsrelevanten Diskurse in Kultur, Literatur, Politik und Wirtschaft prägend mitgestaltet.

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