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In der Nacht vom 27. Februar zum 28. Februar 1933 steht der Reichstag in Flammen - und mit ihm die Demokratie. Der Brand dient Adolf Hitler, der einen Monat zuvor zum Reichskanzler ernannt worden war, als Vorwand für die Errichtung einer Diktatur. Vor 90 Jahren, in der Nacht vom 27. Februar zum 28. Februar 1933 steht der Reichstag in Flammen - und mit ihm die deutsche Demokratie. Der Reichstagsbrand vom 27. Februar 1933 in Berlin war der Auslöser für die Machtübernahme Hitlers. Die darauf folgende Reichstagsbrandverordnung beschnitt die bürgerlichen Freiheiten. Kurz zuvor wurde Hitler von Reichspräsident Paul von Hindenburg zum Reichskanzler ernannt, als es personell kaum mehr Alternativen gab. Wie fatal diese Fehleinschätzung war, sollte sich jedoch nach wenigen Tagen bereits zeigen. Am 1. Februar 1933 setzte Hitler die Auflösung des Reichstags und Neuwahlen durch. Er erhoffte sich vom Ausgang der Wahl im März 1933 die absolute Mehrheit der Sitze im Reichstag.
Die Nazis machten auch einen Brandstifter aus, Marinus van der Lubbe galt fortan als Täter des Reichstagsbrands. Marinus van der Lubbe war ein niederländischer Arbeitsloser und erklärte, er habe die Tat allein unternommen. Die Nazis begannen dennoch in der Nacht mit der Verhaftung Tausender kommunistischer Funktionärinnen und Funktionäre, da sich die Nationalsozialisten überzeugt zeigten, dass es sich um eine Verschwörung handeln würde.
Studierter Jurist, lebt in Dresden, beschäftigt mit Historie und aktuellen Thematiken.