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August der Starke, Sachsens ehrgeiziger Herrscher, wollte in Dresden mit Pracht und Prunk auftrumpfen wie Frankreichs Sonnenkönig. Herzstück seiner Residenzstadt ist ein Ensemble, darunter der Zwinger, in dem heute Bilder wie die weltberühmte "Sixtinische Madonna" zu bewundern sind. Das Buch erzählt die Geschichten, die sich um den Zwinger und das historische Dresden ranken. Dresden, auch "Elbflorenz" genannt, zählt zu den schönsten Kunst- und Kulturmetropolen Europas. Prachtvolle Schlösser und Palais entlang der Elbe, die Schätze des Grünen Gewölbes und die Gemäldegalerie mit der "Sixtinischen Madonna" prägen das Bild der Stadt. Sachsens schillernder Herrscher August der Starke wollte aus seiner Residenz eine barocke Perle machen und damit seinen Herrschaftsanspruch unterstreichen. Versailles und Frankreichs Sonnenkönig waren dabei sein großes Vorbild. Der Zwinger mit seinen "tanzenden" Sandsteinfassaden und versteckten Wasserspielen ist das Herzstück des barocken Dresden. Angelegt als Garten für kostspielige Orangenbäume und genutzt als Festplatz für eine Fürstenhochzeit, die den Anspruch auf den Kaiserthron anmelden sollte, lässt uns der Dresdner Zwinger heute in eine Epoche blicken, in der Prunk und Verschwendung zur Repräsentationspflicht eines Fürsten gehörten.
Studierter Jurist, lebt in Dresden, beschäftigt mit Historie und aktuellen Thematiken.