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'Between Autonomy and Juridification: The History of the Creation and Development of the Review Board for Media Harmful to Minors from the German Empire to the Present Day': The study traces the development of repressive youth media protection from the German Empire to the present day. It analyses the origins of the material, ministerial and judicial autonomy of the review boards in the Weimar Republic, demonstrating that the later Juridification of this system under the Basic Law has not eliminated its illiberal tendencies. The author therefore concludes by calling for repressive youth media protection to remain in ministerial autonomy.
Sascha Wolf studierte Rechtswissenschaften mit den Schwerpunkten Internationales und Europäisches Recht in Konstanz. Nach dem ersten Staatsexamen arbeitete er von 2018 bis 2023 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Kunst- und Kulturverwaltungsrecht von Prof. Dr. Schönberger an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Seine Forschungsschwerpunkte lagen dabei im Kulturverwaltungsrecht, im Jugendmedienschutzrecht und im Staatsorganisationsrecht. Von 2023 bis 2025 absolvierte er sein Referendariat in Düsseldorf und legte sein zweites Staatsexamen ab. Seitdem ist er in Düsseldorf als Anwalt im Medien- und Presserecht tätig.
A. Einführung: Gegenstand, Ansatz und Aufbau der Untersuchung Gegenstand: Die Geschichte der Prüfstelle und ihre verdrängten Wurzeln - Ansatz: Die entwicklungsgeschichtliche Perspektive auf die (Rest-)Autonomie - Aufbau: Die Strukturierung der Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte
B. Kaiserreich: Die Entstehung und Prägung des Konflikts um die moderne Massenkultur: Kultureller Wandel: Der Weg des Kaiserreichs in die Moderne - Lex Heinze: Der prägende Kampf um Massenkultur und Naturalismus - Die Schundkampfbewegung: Geboren aus den Trümmern der Lex-Heinze
C. Weimar: Die Errichtung und Auflösung autonomer Prüfstellen im Konflikt um die Massenkultur: Rahmen: Der Einfluss des Schundkampfs auf die Verfassungsgebung - Gesetzgebungsprozess: Der lange Kampf um das Schund- und Schmutzgesetzes - Analyse: Die Rolle der Prüfstellenautonomie im Schund- und Schmutzgesetz - Kontrast: Die systematische Auflösung der Autonomie im Nationalsozialismus
D. Bonn: Die Fortführung des Weimarer Prüfstellenmodells durch die Legislative Das GjS: Zwischen Restauration, Liberalisierung und verfassungsrechtlicher Anpassung - Das JuSchG: Die Überführung des Prüfstellenmodells ins 21. Jahrhundert - Nach den Novellen: Der aktuelle Entwicklungsstand der Prüfstelle
E. Verrechtlichung: Der Abbau der Prüfstellenautonomie durch die Judikative Verfassungsrechtliche Weichenstellungen: Der Ausbau des Rechtsstaates - Materielle Autonomie: Die Überlagerung der Wertungsspielräume durch Grundrechte - Justizielle Autonomie: Die Verlagerung der Letztentscheidungsbefugnisse auf die Gerichte
F. Was bleibt: Die prekäre Lage der ministeriellen Prüfstellenautonomie Rezeptionswandel: Die ministerielle Prüfstellenautonomie als Demokratieproblem - Ein Plädoyer für ein Gebot der Staatsferne des repressiven Jugendmedienschutzes
G. Schlussbetrachtung: Zwei Grunderkenntnisse der Untersuchung: Die Gefahr verfassungsdogmatischer Perspektivverengungen und ihre Folgen - Die notwendige Erinnerung an die illiberale Grundtendenz des Schundkämpfererbes
E-Mail: verkauf@duncker-humblot.de