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Was bleibt, wenn jemand geht? - und das Leben trotzdem weiterläuft? Loran ist dreizehn. Seine Mutter ist tot. Sein Vater arbeitet sich still zu Tode, um die Familie am Leben zu halten. Und er steht jeden Morgen auf, zieht seinen Bruder Noah an, bringt ihn zum Kindergarten, geht zur Schule, kommt zurück, kocht, lernt, schläft zu wenig - und fängt am nächsten Tag wieder von vorne an. Niemand fragt, wie es ihm geht. Niemand sieht, wie nah er manchmal dem Rand ist. Bis zu dem Tag, an dem ein Junge mit ruhigen Augen seine Klasse betritt. Kein großer Auftritt. Nur ein Name. Elias. Und vier Worte, die Loran nicht mehr loslassen werden. Was folgt, ist keine gewöhnliche Freundschaft. Es ist etwas Selteneres - das Aufeinandertreffen zweier Menschen, die beide gelernt haben allein zu tragen, und die langsam begreifen, dass sie das vielleicht nicht müssen. Doch je näher Loran Elias kommt, desto mehr Fragen tauchen auf. Woher weiß er Dinge, die er nicht wissen kann? Warum verschwindet er, wenn niemand hinschaut? Und was hat er wirklich zu erledigen - in dunklen Gassen, mit kleinen schwarzen Geräten und Ohrhörern, als wäre Unsichtbarkeit eine Kunst, die er seit Jahren übt? Dann betritt Letum die Geschichte. Weiße Haare. Dunkelblaue Augen. Ein Name, der auf Lateinisch Tod bedeutet - und ein Blick, der Einsamkeit kennt, auch wenn er so tit als wäre ihm alles egal. A Misty Memory ist keine Geschichte die alles erklärt. Sie ist eine Geschichte, die dich mitten hineinzieht - in die Nächte eines Junges, der zu früh erwachsen werden musste. In die Stille zwischen zwei Menschen, die sich verstehen ohne zu wissen warum. In die Tiefe eines Lächelns, das mehr verbirgt als es zeigt. Sie handelt von Verlust, der keine Sprache kennt. Von Verantwortung, die niemand verteil hat. Von Freundschaft, die entsteht bevor man sie erkennt. und von Erinnerungen - neblig, formlos, hartnäckig - die uns formen, bevor wir verstehen, wie. Manche Antworten kommen. Viele nicht. Der Nebel hebt sich langsam. Aber er hebt sich nicht. Für alle, die schon einmal mehr getragen haben als sie zeigen. Und für alle, die einen Elias in ihrem Leben gesucht haben. Band 1 von 2
Shahd Alahmad wuchs in Deutschland, Wuppertal auf - einer Stadt mit einer Schwebebahn, alten Gassen und Geschichten, die auf den Straßen liegen, wenn man nur genau genug hinschaut. Shahd war noch ein Kind, als sie begann, die Welt anders wahrzunehmen als die Menschen um sie herum. Während andere spielten, beobachtete sie. Während andere redeten, hörte sie zu - nicht kur den Worten, sondern dem, was zwischen ihnen lag. Den Pausen. Den Dingen, die jemand sagt, wenn er etwas anderes meint. Diese Fähigkeit, die sie damals nicht noch nicht benennen konnte, wurde ihr größtes Geschenk - und manchmal auch ihre größte Last. Denn wer früh viel versteht, trägt früh viel mit sich. Irgendwann beschloss sie: Das soll nicht still bleiben. Sie wollte nicht, dass das, was sie fühlte und verstand und beobachtete, einfach in ihr verschwand. Sie wollte es aufschreiben. Festhalten. In Tinte verwandeln - damit andere Menschen eine Seite aufschlagen und denken: Genau das. Genau so. Ich dachte, nur ich fühle das. Mit der Unterstützung ihrer Familie - die an sie glaubte, bevor sie an sich selbst glaubte - und mit allem, was ihr das Leben, die Schule und die Menschen um sie herum gelehrt hatten, schrieb sie mit zwölf Jahren ihren ersten Roman. A Misty Memory? ist das Ergebnis. Nicht nur einer Geschichte. Sondern eines langen, stillen Zuhörens. Eines Aufwachsens mit offenen Augen. Eines Mädchen, das irgendwann entschied: Meine Worte zählen. Und vielleicht - vielleicht - können sie jemanden helfen, der das selbe trägt wie ich. Ich schreibe nicht, weil ich Antworten habe. Ich schreibe, weil ich weiß, dass ich mit den Fragen nicht alleine bin.