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Was wir alle uns fragen müssen, um unsere Freiheit zu bewahren
'Ich habe die Uniform nicht angezogen, weil ich den Krieg liebe, sondern weil ich nicht tatenlos zusehen will, wenn andere für mich kämpfen oder sterben sollen. Diese Form von Selbstbestimmtheit ist kein romantisches Ideal. Sie ist konkret, widersprüchlich, schmerzhaft und manchmal kaum zu ertragen. Aber sie ist echt. Und sie ist mein Weg, Freiheit zu leben. Diese Form von Selbstbestimmtheit ist eine konkrete, oft schmerzhafte Praxis. Eine, die die Freiheit nicht in der Vermeidung von Konflikt, sondern in der bewussten Begegnung mit ihm sucht.' - Warum Soldat sein? Was treibt einen Menschen an, sich für unsere Gesellschaft in Lebensgefahr zu begeben? - Wie können wir unsere Demokratie schützen, wenn's drauf ankommt? - Welche Fragen müssen wir uns als Gesellschaft jetzt stellen, wenn wir auch morgen noch in Freiheit leben wollen? Russland testet die NATO, die USA brechen als Verbündete weg, demokratiefeindliche Kräfte gewinnen an Macht. Wie wir unsere Demokratie gegen Angriffe von innen und außen schützen, das ist die bestimmende Frage unserer Zeit. Als aktiver Soldat weiß Simon Engel, dass dafür ein Sonderetat für die Bundeswehr und eine mögliche Wehrpflicht allein nicht reichen werden. Was es braucht, ist ein gesellschaftlicher Konsens über die Rolle des Militärs in unserer Gesellschaft und den Wandel von einer pazifistischen Nachkriegsordnung hin zu einer wehrhaften Demokratie. In seinem Buch stellt Simon Engel sich und uns die brennenden Fragen, auf die wir heute Antworten finden müssen, um unsere Freiheit auch in Zukunft sicherstellen und verteidigen zu können. Sein Buch ist der persönlicher Debattenbeitrag eines Offiziers der Bundeswehr und Staatsbürgers in Uniform, der für ein ehrliches Gespräch über Wehrhaftigkeit, Verantwortung, staatlicher Gewalt und Demokratie plädiert.
Simon Engel, geboren 1988, ist aktiver Soldat (im Offiziersdienstgrad Oberleutnant), Kampfkünstler seit 16 Jahren und Student an der Universität der Bundeswehr München. Seit über 15 Jahren unterrichtet er Kung Fu und Qi Gong, praktiziert Zen und beschäftigt sich intensiv mit Fragen der Ethik, Wehrhaftigkeit und politischen Verantwortung. Er studiert Kulturwissenschaften mit Schwerpunkt Nahost/Nordafrika und arbeitet an gesellschaftspolitischen Texten an der Schnittstelle von persönlicher Erfahrung und philosophischer Reflexion.