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In einer Welt, in der Gefühle nicht nur unerwünscht, sondern systemisch überwacht werden, erzählt Solveig Thrane sechs eindringliche Geschichten über Menschen, die lernen mussten, sich selbst zu verbergen - und über die kleinen, gefährlichen Risse in dieser Stille.
"Empathie-Protokoll 7" entwirft eine beunruhigend kohärente Dystopie, in der Emotionen als Abweichung gelten und jährliche Screenings sicherstellen, dass die Bevölkerung innerhalb enger Normspezifikationen funktioniert. Biosensoren messen Herzschlag und Atemrhythmus, neutrale Räume eliminieren sensorische Reize, und Formulare mit neunzehn Feldern entscheiden über Compliance oder Verdacht. Die Welt dieses Buches erschreckt nicht durch spektakuläre Gewalt, sondern durch ihre beklemmende Präzision und ihre institutionelle Selbstverständlichkeit.
Im Zentrum der sechs Berichte stehen Figuren, die das System verinnerlicht haben - und dennoch scheitern, vollständig darin aufzugehen. Eine Schulungsleiterin für Konformitätstraining, die andere im Gehorsam unterweist, während ihr eigener Körper schweigt, aber nicht lügt. Menschen, die gelernt haben, einen schmalen Korridor zu gehen zwischen zu ruhig und zu unruhig, zwischen Verdacht und Unauffälligkeit. Thrane interessiert sich dabei nicht für Rebellion im klassischen Sinne, sondern für etwas Subtileres: das unwillkürliche Aufflackern von Menschlichkeit in einem System, das sie systematisch ausgetrieben hat.
Die Sprache des Buches ist kühl, präzise und von einer fast protokollarischen Nüchternheit - und erzeugt gerade dadurch eine intensive emotionale Wirkung. Jeder Satz ist kalkuliert. Jede Leerstelle bedeutet etwas.
Solveig Thrane ist eine Autorin dystopischer Spekulationsfiction, die sich mit den psychologischen und sozialen Folgen emotional kontrollierter Gesellschaften auseinandersetzt. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch eine präzise, sachliche Prosa aus, die Spannung durch subtile Abweichungen von der Norm erzeugt. Thrane hat sich intensiv mit Fragen von Konformität, menschlicher Authentizität und den verborgenen Kosten von Rationalität befasst. Mit ihrem Roman »Empathie-Protokoll 7« präsentiert sie eine erschreckend plausible Zukunftsvision, in der Gefühl zum Sicherheitsrisiko wird. Ihre Werke richten sich an Leser, die tiefgründige Science-Fiction bevorzugen.