Song Shaopeng

Die Ursprünge des Feminismus in China

Reflexionen im Spiegel westlicher Diskurse um Frauen, Nation und Zivilisation. Originaltitel: ¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿. ¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿ (China and Women in the Kaleidoscopic World. Civilized Gender Standards and Feminist Discourse in the Late Qing Dynasty). 23,0 cm / 14,9 cm / 1,6 cm ( B/H/T )
Buch (Softcover), 228 Seiten
EAN 9783593521954
Veröffentlicht Mai 2026
Verlag/Hersteller Campus Verlag GmbH

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Beschreibung

'Die Frau ist die Mutter der Nation' - so heißt es im China des späten 19. Jahrhunderts. Später proklamierte der maoistische Sozialismus: 'Die Hälfte des Himmels gehört den Frauen.' Doch woher stammen diese ungewöhnlichen, für China damals neuartigen Frauenbilder? Welche Wurzeln haben feministische Ideen in China?
Der Band untersucht aus historischer Perspektive, wie westliche Diskurse über Zivilisation, Frauenrechte und nationale Identität im modernen China rezipiert, übersetzt und verändert wurden. Im Zentrum steht die Frage, wie stark westliche Theorien zur Rolle der Frau die Entstehung eigenständiger feministischer Positionen beeinflussten - und wo sich spezifisch chinesische Konzepte jenseits männlich dominierter Narrative herausbildeten. Welche Begriffe ließen sich übertragen, wo stieß die Übersetzung an Grenzen, und an welchen Punkten entstanden neue Denkweisen?

Portrait

Sabine Dabringhaus ist Historikerin und Professorin für Außereuropäische Geschichte (Schwerpunkt Ostasien) an der Universität Freiburg.
Thomas Duve ist Direktor am Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie in Frankfurt am Main und Professor für vergleichende Rechtsgeschichte am Fachbereich Rechtswissenschaft der Universität Frankfurt.
Hans van Ess, Professor für Sinologie und Vizepräsident für Forschung an der Universität München, ist seit 2015 Präsident der Max-Weber-Stiftung.
Albrecht Graf v. Kalnein, Historiker und Romanist, ist Vorstand der Werner Reimers Stiftung in Bad Homburg mit Lehrauftrag an der Universität Mainz.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort zur Reihe 'China - Normen, Ideen, Praktiken'
Einleitung
Vorbemerkungen zur Übersetzung
Einleitung
1. Geschlechternormen in Zivilisationstheorien in Europa und Amerika
1. Der normative Maßstab Zivilisation
2. Zivilisatorische Geschlechternormen
2. Zivilisatorische Geschlechternormen in China: Die Abschaffung des Füßebindens und Einführung der Frauenbildung
1. Die erste Einführung westlicher Geschlechternormen in China durch zaghafte Versuche von Missionaren
2. Die Transformation von Geschlechternormen in China - Young Allen und sein Werk Allgemeine Untersuchungen zu Sitten und Gebräuchen von Frauen in den fünf Kontinenten dieser Welt
3. Chinas Reaktionen auf die Geschlechternormen in China: Der beschämende Blick der anderen und das Verbot des Füßebindens
4. Geschlechtsspezifische Anforderungen im Hinblick auf politisch- ökonomische Zivilisationsnormen: Die Frau als Staatsbürgerin, Mutter der Nation und Erwerbstätige
5. Die Methoden der Zivilisierung Chinas: Die Propagierung von Frauenrechten und Verbreitung der Frauenbildung
3. Die Übersetzung von Frauenrechten vor dem Hintergrund der Zivilisationstheorie: Chinesische Perspektiven und verdeckte Bedeutungsverschiebungen
1. Übersetzungen und die Stärkung der Nation: Der Einfluss von Ma Junwus Übersetzungen zu Frauenrechten
2. Die nationale Mobilisierung von Frauenrechten: Veränderungen und Verschleierungen in Übersetzungen zu Frauenrechten
4. Die Stimme der Frauen: Die Umkehrung und Untergrabung des Nationalismus-Diskurses
1. Frauenrechtsdiskurse im Rahmen der Zivilisationstheorie: Unabhängigkeitsbewusstsein und Gleichstellung der Geschlechter
2. Die Überwindung der Zivilisationstheorie: Frauenrevolution im Rahmen des Anarchismus
Nachwort: Zur Entstehung dieses Buches
Anhang
Literatur

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