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Eine junge, attraktive und schwangere Frau bietet ihm ihren Platz im Tram an. Der erst vor ein paar Monaten pensionierte 70jährige Marcel Hauser spürt schlagartig sein Altsein. Der Schock sitzt tief beim durchaus rüstigen Jungrentner. Er beginnt eine innere Reise zu seinen Ursprüngen in den Fünfzigern und begegnet seiner vom Schicksal hart geprüften Grossmutter, die ihn und seine kleine Schwester anstelle der kränkelnden und schliesslich sterbenden Mutter durch Kindheit und Jugend, bis hin zum jungen Erwachsenen führt. Aus dem Marcel wird der Hauser. Auf einer äusseren, realen Reise sucht Hauser die Plätze seiner frühen (Schul)Reisen auf und begegnet Claire, der ebenfalls alleinstehenden, attraktiven, fast Gleichaltrigen. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein: Sie, die dynamische Energiegeladene, er der zögerliche Bedenkenträger. Sie schmieden trotz oder gerade wegen ihrer charakterlichen Unterschiede einen Pakt gegen die heranschleichende Einsamkeit. Die beiden Gefährten begegnen auf ihren nun gemeinsamen Reisen einem wunden Land und verletzten Menschen. Sie beschliessen zu handeln, die Hilflosigkeit angesichts der herrschenden Umstände gegen den Widerstand eintauschend. Das ungleiche Paar nähert sich mehr und mehr jenem Zustand der Auflehnung, den sie seit Jahrzehnten vergessen glaubten. In einer fulminanten Aktion erschüttern sie die Mauern des Gehorsams, der Gleichgültigkeit und der Dummheit. Claires und Hausers Waffen sind Demut, Bescheidenheit und Klugheit - wie es Jahrzehnte zuvor die Grossmutter dem Heranwachsenden als humanistische Wegzehrung mitgegeben hatte. Aus dem von Barmherzigkeit gespeisten Humanismus der unbeugsamen Grossmütter wird der radikale Humanismus ihrer Enkel. Das einzige Mittel, den neoliberalen Faschismus zu überwinden. Auf ihrer Reise durch die Zeiten der geistig-politischen Cholera machen die beiden Weggefährten durch Zufall eine Entdeckung, die ihr Leben grundlegend verändern und zum dauerhaften Fundament ihrer Beziehung machen wird.
Der Autor ist seit den 70er Jahren publizistisch tätig, engagiert in Projekten für Kultur, Umwelt und Entwicklung. Zusammen mit dem Fotografen Christian Gerber Reportage-Reise nach Kuba. Zehn Jahre im Dienste einer global tätigen Natur- und Umweltschutzorganisation, danach unabhängiger Berater in Kommunikationsprojekten. 1987 erste Reise nach Madagaskar, wo er seither zahlreiche Projekte initiierte. Das Wichtigste: MadEole, Elektrifizierung von Dörfern mit Wind- und Solarenergie im Norden Madagaskars. Veröffentlichungen: Im Februar 2013 Blätter aus dem Tropenwald - Kurzgeschichten aus Madagaskar. 2014 der Roman Die Befreiung: eine Liebe auf Madagaskar. Von der Kolonie zur Befreiung und zurück. 2017 der Roman Der Abgang: Bericht aus einer nahen Zeit. 2019 der Roman Strohgold: Aufstieg und Fall im Second Empire. 2020 der Roman Jackpot: oder Die Würde des Menschen ist verfügbar. 2025/26 der Roman Das Ende vom Lesen: oder Die Kunst, intelligent zu bleiben. Der Autor lebt und schreibt in Olten (Schweiz) und in Diego-Suarez (Madagaskar).