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Der vorliegende Artikel untersucht "Das Haus des Asterion" von Jorge Luis Borges aus der Perspektive der Architektur der Ruptur, eines von der Autorin im unveröffentlichten Manuskript Architekturen der Ruptur entwickelten theoretischen Rahmens. Die Studie analysiert, wie sich der alterierte Raum, die autonome Logik und das fluide Identitätsregime zu einem Derealisierungsmechanismus verbinden und die Erzählung zu einer Demonstration der ontologischen Instabilität des Realen machen. Das Labyrinth des Asterion wird als eine autosuffiziente Instanz interpretiert, die Wahrnehmung neu organisiert und eine Identität hervorbringt, die sich nicht stabilisieren lässt. Die Analyse zeigt, wie der Mythos des Minotaurus als latenter Druck zurückkehrt und im Tod des Asterion als ontologische Transgression kulminiert. Der Text bietet eine phänomenologische Lesart der Erzählung und integriert sie in das System der Derealisierungsinstanzen, das von der Autorin entwickelt wurde.
Teofana Eremencu ist Literaturtheoretikerin mit Schwerpunkt auf der Phänomenologie des Fantastischen, der Ontologie des alterierten Raums und den Strukturen narrativer Indetermination. Sie arbeitet in deutscher und rumänischer Sprache und entwickelt das konzeptuelle System "Architectura Rupturii", (Architektur der Ruptur) angewandt auf moderne europäische Texte. Ihre Forschungsinteressen umfassen fluide Räumlichkeit, phänomenologische Instanzen und ontologische Spannungssysteme in der fantastischen Prosa. "Casa de Asterion" stellt die erste akademische Integration dieses Systems im deutschen Kontext dar.