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Dieser Aufsatz interpretiert Vasile Voiculescus *Lostri-a* eher als Konfiguration einer ontologischen Spannung denn als narratives Ereignis. Der Text wird als ein Feld betrachtet, in dem eine aquatische Alterität die Wahrnehmung neu ordnet, die Identität destabilisiert und die Grenzen des Realen aufhebt. Das Fantastische tritt dabei nicht als Motiv, sondern als strukturelle Unbestimmtheit in Erscheinung, die durch das Zusammenspiel von Sichtbarkeit, Fluidität und phänomenologischer Schwelle erzeugt wird. Die Analyse legt dar, dass *Lostri-a* eine Seinsweise artikuliert, die auf Übergang, Auflösung und der Neukonfiguration des Selbst gründet.
Teofana Eremencu ist Literaturtheoretikerin mit Schwerpunkt auf der Phänomenologie des Fantastischen, der Ontologie des alterierten Raums und den Strukturen narrativer Indetermination. Sie arbeitet in deutscher und rumänischer Sprache und entwickelt das konzeptuelle System "Architectura Rupturii", (Architektur der Ruptur) angewandt auf moderne europäische Texte. Ihre Forschungsinteressen umfassen fluide Räumlichkeit, phänomenologische Instanzen und ontologische Spannungssysteme in der fantastischen Prosa. "Casa de Asterion" stellt die erste akademische Integration dieses Systems im deutschen Kontext dar.