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Wie kann man sich - ohne Selbstvorwurf - klarer sehen? Dieser Frage geht Thomas Geßner in seinem Buch nach, indem er ausführt, "wie unbewusste Liebe unser Leben aus einer inneren Notwendigkeit heraus gestaltet." Von der Gegenwart aus schaut er im ersten Teil des Buches auf unsere inneren Echos aus der Vergangenheit und wann sie uns heute noch bestimmen. Wann handeln, fühlen und denken wir wie Jugendliche, Kinder oder Ungeborene im Mutterleib? Es zeigt sich, wie die "abhängige Liebe" für unser Überleben sorgt und dabei keine Fehler macht. Im zweiten Teil beleuchtet er den anderen Pol der Liebe, die "Selbstliebe". Sie kümmert sich ums Wachsen und hat kein Interesse an Überleben und Kontrolle. Sie sucht Entfaltung und Hingabe und kann uns in ein entspannteres inneres Erwachsensein führen. Im dritten Teil geht es darum, wie und wozu wir unbewusst die Überlebensstrategien von damals noch heute in ähnlich anmutenden Situationen aktivieren. Sobald wir diesen inneren "Echos" recht geben und uns der Gegenwart anvertrauen, wird es innerlich stiller und freier. So können wir ein entspannteres Erwachsensein leben.
Dipl.-Theologe mit 20-jähriger Praxis in der Seelsorge und Lehrtherapeut (DGfS) für Systemaufstellungen. Seit 2011 arbeitet er freiberuflich als Dozent für Aufstellungsarbeit und als Berater in Berlin, Halle (Saale) sowie vor allem in Ostdeutschland. Mit Wilfried Nelles zusammen hat er das Buch "Die Sehnsucht des Lebens nach sich selbst" verfasst. In seiner innovativen, gegenwartsbezogenen Auffassung von Beratung und Therapie verbindet er die Aufstellungsarbeit mit seinen spirituellen Wurzeln in der Seelsorge. Er ist in dritter Ehe verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.
I. Teil: "Damals" 1. Wie das Ungeborene liebt. Die körperliche Symbiose Das Paradies von innen Das Paradies von außen - wie die Mutter liebt Die Geburt oder die Entstehung des Ideals 2. Wie das Kind liebt. Die emotionale Symbiose Das emotionale Gewissen Die abhängige Liebe und das, was wir fühlen 3. Wie Jugend liebt: Die gedankliche Symbiose Die abhängige Liebe im rationalen Modell Sieben Verbündete der Symbiose Die Peergroup und die Liebe zu ihr Die erste Liebe bzw. der erste Sex Vom Denken 4. Die kollektive Seite der symbiotischen Liebe Natur Gruppe Ich II. Teil: "Jetzt" 1. Wie Erwachsene lieben Von der Gegenwärtigkeit Die innere Geburt 2. Wie die Reife liebt Von der Selbstverwirklichung zur Hingabe Ich muss nicht mehr alles machen 3. Wie das Alter liebt 4. Vom Tod Tod und Liebe Tod und Form III. Teil: "Echos" Die Vermeidung der Gegenwart: Identifizierung und Übertragung Es darf nicht wahr sein: Gewissen und Neurose Kindliche Liebe im Erwachsenen: Sucht Überlebt haben, ohne es zu spüren: der Opferstatus Lebendigkeit als Gefahr: Depression und Trauma Du und Ich: Fünf Thesen zur Paarliebe Ich lasse es gut sein: Vom Nehmen und Verlassen der Eltern Schlussbetrachtung Über den Autor Literatur zum Thema