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"Die Würde des Menschen ist unantastbar." Sieben Wörter. Eine Kopula. Dieser Satz ist der schwerste Stein, den die deutsche Sprache je ins Wasser geworfen hat. Aber das Wort "ist" tut mehr, als irgendein Gesetzgeber je beabsichtigt hat: Es schützt und es tötet. Es baut Rechtsordnungen auf und liefert die Grammatik ihrer Zerstörung. Dieses Buch untersucht die Kopula - das unscheinbare Verbindungswort zwischen Subjekt und Prädikat - als die mächtigste Membran der Sprache. Es kartiert ihre fünf Typen im Grundgesetz, misst ihre Impedanz und zeigt den Kopplungsverlust, der entsteht, wenn Normen durch Gesetze, Behörden und Sachbearbeiter hindurchmüssen. Und es zeigt eine Alternative: den Optativ. "Es sei die Würde des Menschen gehalten" behauptet keine Tatsache - es spricht aus, was gehalten werden muss. Wer hält, braucht Hände. Wer hält, kann loslassen. Wer hält, steht in der Gegenwart. Von Aristoteles bis Nagarjuna, vom römischen Recht bis Ubuntu, vom Vinaya bis zum Grundgesetz: Fünf Rechtstraditionen zeigen, dass die Substanzkopula nicht die einzige Grammatik für menschliches Zusammenleben ist. Die Analyse mündet in eine Neuformulierung der Grundrechte als Membranfassungen - und in die Frage, die jeder Leser an seinem eigenen Küchentisch beantworten kann: Hältst du, oder besitzt du?
Thomas Janícek, geboren 1966 in Hoyerswerda, lebt in Welzow in der Niederlausitz. Spezialisiert auf Elektronik und Computertechnik, fand er über das Studium des Buddhismus zur Ontologie - als Instrument, "Das kleinste Ding" zu entdecken. Seit über vierzehn Jahren arbeitet er an der PEKT (Punkt · Entfaltung · Kopplung · Topographie), einer formalen Universalontologie, die westliche Philosophie, buddhistischen Dharma, Mathematik und Domänenanalyse zusammenführt.