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Thomas Manns Erzählung "Luischen" entfaltet ein bitteres Gesellschaftsbild, das zwischen Tragik und Groteske schwankt. Im Mittelpunkt steht der Rechtsanwalt Christian Jacoby, der seine Frau Amra abgöttisch liebt, während sie ihn mit offener Verachtung behandelt und eine Affäre mit dem jungen Komponisten Alfred Läutner pflegt. Die ganze Stadt weiß von diesem Verhältnis, nur Christian bleibt blind vor Hingabe. Als Amra ein großes Gartenfest veranstaltet, wird die Demütigung öffentlich: Läutner trägt ein Lied vor, das in spöttischer Anspielung auf Amra und ihre Untreue die Gäste amüsiert und Christian bloßstellt. Mann zeigt mit psychologischer Schärfe, wie Liebe und Treue durch Spott und gesellschaftliche Oberflächlichkeit zerstört werden. Die Erzählung ist eine eindringliche Satire über Ehe, Moral und die Grausamkeit öffentlicher Demütigung, die den Leser zugleich erschüttert und fesselt.
Thomas Mann (1875-1955) war ein deutscher Schriftsteller und Nobelpreisträger. Er wurde in Lübeck geboren und gilt als einer der bedeutendsten Autoren des 20. Jahrhunderts. Sein Werk umfasst Romane, Essays und Erzählungen, geprägt von tiefgründiger Gesellschaftsanalyse und psychologischer Tiefe. Zu seinen bekanntesten Werken zählen "Buddenbrooks", "Der Zauberberg" und "Doktor Faustus". Mann emigrierte 1933 aus Deutschland und lebte später in den USA. Er setzte sich entschieden gegen den Nationalsozialismus ein. 1929 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.