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Mit dem Schlagwort '(Neo-)Klassizismus' wird in der Regel eine künstlerische Strömung bezeichnet, die ab der Mitte des 18. Jahrhunderts die europäische Kulturlandschaft zu dominieren beginnt. Als Merkmale dieser Bewegung gelten eine Verabsolutierung des Antikenvorbildes sowie ein rationalistisches Verständnis der Kunstproduktion. Durch die Verschränkung eines historischen mit einem systematischen Ansatz stellt Tilman Schreiber sämtliche der beschriebenen Vorstellungen infrage. Er erarbeitet ein 'Klassizismus'-Verständnis, das breiter anwendbar ist und zu differenzierteren Ergebnissen kommt als die etablierten Konzeptionen. Darüber hinaus eröffnet er neue Einsichten zur Werkproduktion, die (nicht nur) für die titelgebenden Künstler Gültigkeit beanspruchen dürfen. - Neue Perspektive auf (Neo-)Klassizismus als historisches sowie als methodisches Phänomen - Neue Erkenntnisse zu Einzelwerken und Produktionspraxis von Carlo Maratti, Carle Vanloo, Gavin Hamilton und J. H. W. Tischbein
Tilman Schreiber, Studium der Kunstgeschichte, Filmwissenschaft und Germanistischen Literaturwissenschaft an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der Université Paris I - Pantheón-Sorbonne sowie der Università di Roma - La Sapienza. Anschließend Promovend und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Jena im Rahmen der Leibniz-Forschungsgruppe Europäische Romantik oder Romantiken in Europa? Die Promotion wurde von Johannes Grave betreut.