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Wie kann Theater verletzende Sprache auf die Bühne bringen, ohne ihre diskriminierenden Wirkungen bloß zu wiederholen? Diese Frage untersucht der Band ausgehend von Judith Butlers Theorie der sprachlichen Verletzung und ihrer Rekontextualisierung. Anhand von fünf Theaterinszenierungen wird analysiert, durch welche ästhetischen Verfahren verletzende Sprache auf der Bühne transformiert wird und wie sich ihre Wirkungen verändern können. Dabei zeigt sich, dass diese Effekte weder vollständig kontrollierbar noch eindeutig vorhersehbar sind. Für die Theaterwissenschaft ergibt sich daraus die Notwendigkeit einer methodischen Reflexion darüber, wie sprachliche Verletzung untersucht werden kann, ohne ihre Gewalt unbeabsichtigt erneut auszuführen.