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Menschen erweitern ihre Körper zunehmend mit Technik. Während Kritiker*innen diskutieren, ob dies zu wachsender Ungleichheit oder gar zur Entfremdung vom Humanen führt, erscheinen Wearables, Prothesen und Implantate im Alltag erstaunlich unspektakulär. Toni Garbe zeigt anhand einer Analyse medialer Darstellungen, wie heterogene Interpretationsangebote Technik entproblematisieren: Je nach Kontext wird sie zur Ko-Akteurin, zum Ersatzkörperteil oder zu einem gleichwertigen menschlichen Körperteil, kaum jedoch zu einem posthumanen Moment. In der Entproblematisierung technisch angereicherter Körper offenbaren sich so Kontinuitäten und Verschiebungen im Verhältnis von Mensch und Technik - und auch Gründe, warum wir trotz Technik am Körper nicht zu Cyborgs werden.
Toni Garbe (Dr. phil.), geb. 1995, wurde 2026 am Institut für Soziologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz promoviert. Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Sonderforschungsbereich 1482 'Humandifferenzierung'. In ihrer Forschung arbeitet sie an der Schnittstelle von Technik- und Körpersoziologie und untersucht das Phänomen der technischen Körpererweiterung.