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In der Begleitung belasteter Menschen bietet das therapeutische Boxen wertvolle Möglichkeiten: Durch Bewegung, haltgebende Struktur und therapeutische Beziehung werden ganz konkrete Erfahrungen von Selbstwirksamkeit, Nähe und Distanz, Kontrolle und Emotionsregulation möglich. So können Handlungsspielräume und neues Selbstvertrauen entstehen.
Das Konzept der beiden Autor:innen verbindet psychologisches Fachwissen mit pädagogischer und körpertherapeutischer Praxis. Es lässt sich in der Traumatherapie, in psychosomatischen und geriatrischen Anwendungsfeldern, in der Arbeit mit schwer erkrankten Patient:innen sowie mit Kindern und Jugendlichen wirkungsvoll einsetzen.
Mit zahlreichen Fallbeispielen und Übungsanleitungen.
Ulrike Angermann, Hannover, ist Traumatherapeutin, Boxtherapeutin (Therapeutisches Boxen), Mediatorin, Systemische Einzel-, Paar- und Familientherapeutin. Als geschäftsführende Inhaberin leitet sie seit 2012 das "PITT-Praxis-Institut für systemische Traumaarbeit, Trauma & Sport" in Hannover, Karlsruhe und Freiburg. Dort bildet sie mit ihrem Team u.a. Boxcoaches und Boxtherapeut:innen aus. Maik Grünwald, Karlsruhe, ist Sozialarbeiter (B.A.), Traumapädagoge und traumazentrierter Fachberater sowie systemischer Deeskalationstrainer und Boxtherapeut. Als Inhaber von "Starkwerk - Stark sein. Anders handeln." leitet er ein Institut für Fortbildung, Beratung und klientenzentrierte Arbeit für Fachkräfte aus Pädagogik, Jugendhilfe und psychosozialen Arbeitsfeldern.
Inhalt Ein Wort zuvor. 8 1 Warum therapeutisches Boxen helfen kann: Nutzen und Wirksamkeit. 10 1.1 Abgrenzung zum Boxen als Sport. . 11 1.2 Weshalb therapeutisches Boxen nicht aggressiv macht: Aggressionsmythen und ethische Grenzen. . 12 1.3 Zentrale Wirkmechanismen und empirische Befunde. . . . . . . . . . . . 14 1.3.1 Kohärenzsinn. . 15 1.3.2 Körperwahrnehmung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 1.3.3 Emotionsregulation. . 17 1.3.4 Selbstwirksamkeit. . 18 2 Was im Körper passiert: Neurobiologisches Hintergrundwissen. 20 2.1 Nervensystem und vegetative Regulation. . 20 2.2 Aktivierung und Sicherheit: Das Toleranzfenster. . 22 2.3 Zentrale Hirnstrukturen für Emotion und Stress. . 23 2.4 Neuroplastizität: Lernen durch Erfahrung. . 24 2.5 Bilaterale Hemisphärenstimulation. . 26 2.5.1 Integrative neurobiologische Wirkmechanismen. . . . . . . . . . . . . . . . 26 2.5.2 Bilaterale Bewegungsorganisation im therapeutischen Boxen. . . . . . 28 3 Warum es mehr als Box-Technik braucht: Therapeutische Grundprinzipien und Gestaltungselemente. 31 3.1 Therapeutische Haltung und Beziehung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31 3.1.1 Bedürfnisorientierung. . 31 3.1.2 Ressourcenaktivierung. . 34 3.1.3 Bindungsarbeit. . 34 3.1.4 Persönliche Voraussetzungen bei Boxtherapeut:innen. . . . . . . . . . . . 37 3.2 Therapeutische Gestaltungselemente. . 38 3.2.1 Achtsamkeit als Steuerungsinstrument. . 38 3.2.2 Atmung, Psyche und Regulation. . 39 3.2.3 Embodiment und Körperfeedback. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41 3.2.4 Arbeit mit Metaphern: Zusammenhänge erkennen . . . . . . . . . . . . . . ..............43 3.2.5 Psychoedukation. . 45 4 Wann therapeutisches Boxen (nicht) geeignet ist: Indikationsstellung, Grenzen und Kontraindikationen. 47 4.1 Grundsätzliche Indikationsbereiche. . 47 4.2 Spezielle Anforderungen bei einzelnen Störungsbildern. . . . . . . . . . ..........50 4.2.1 Traumafolgestörungen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .....................................50 4.2.2 Wut und Impulsdurchbrüche. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .60 4.2.3 Demenz. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .................................................63 4.2.4 Suchterkrankungen. . 65 4.2.5 Onkologische und andere lebensbedrohliche Erkrankungen. . . . . . . .......67 4.2.6 Funktionale Indikationsbereiche ohne formale Diagnose. . 69 4.3 Kontraindikationen. . 70 4.3.1 Akute psychiatrische Störungen. . 70 4.3.2 Bestimmte somatische Beschwerden. . 71 5 Womit wir arbeiten: Methodik und Setting . 72 5.1 Der sichere Stand als Grundlage. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .73 5.2 Grundtechniken des Boxens. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .................................74 5.2.1 Gerader Schlag (Jab / Cross). . 74 5.2.2 Haken. . 75 5.2.3 Einfache Schlagserien. . 75 5.2.4 Rückführung und Deckung. . 76 5.3 Materialien. . 76 5.3.1 Bandagen und Sandsackhandschuhe. . 77 5.3.2 Wandschlagkissen und Boxsack. . 78 5.3.3 Doppelendball. . 80 5.3.4 Boxpratzen. . 82 5.3.5 Schwimmnudeln. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ..........................................84 5.4 Beispielablauf einer Sitzung. . 87 5.4.1 Selbstreflexion und Einstiegsphase. . 87 5.4.2 Aufwärmphase. . 88 5.4.3 Boxphase. . 89 5.4.4 Atemregulation. . 89 5.4.5 Reflexion nach jeder Sequenz. . 90 5.4.6 Ressourcenfokus und Stärkenbenennung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ......................90 6 Wie therapeutisches Boxen p