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Weimar, 1929-1944. Karl-Leopold, genannt Flocke, wächst ohne Mutter auf; sein Vater, ein Polizist, hält Distanz, Tante Lieselotte fängt ihn auf - bis sie mit ihrer Geliebten Helga verschwindet. In die Leerstelle drängt Herbert, der ehemalige Verlobte der Tante, ein strammer SA- später SS-Mann; er bringt Demütigung und Gewalt in den Alltag. Der Junge lernt früh die Grammatik der Diktatur - den "richtigen Gruß", den Judenhass, Goebbels Propaganda - und er begreift, wie dünn die Haut der Stadt ist. August, ein Portier, zeigt ihm die andere Seite: die Geschichte jüdischer Nachbarn, die fliehen mussten. August wird von SA-Männern in den Tod getrieben, vermeintlich war Herbert der Drahtzieher. Erstmals weint Flocke Tränen, die nicht aus Angst kommen. 1943/44 verlagert sich sein Leben in ein Gartenhaus am Stadtrand. Dort taucht Zack auf - brillant, gefährlich, Sohn eines SS-Generals -, und Fiona, eine junge Frau mit ruhigem Blick. Sie versteckt im Nachbargarten die jüdischen Mädchen Gerda und Rebekka aus Berlin, deren Mutter im Untergrund lebt. Zwischen erster Liebe, Zacks waghalsigen Plänen, einen Anschlag auf Hitler auszuführen, und der Loyalität gegenüber dem Vater muss sich Flocke entscheiden, ob er bereit ist, das lebensgefährliche Geheimnis mitzutragen. Zacks Hybris wandelt sich durch Begegnungen mit Rebekka in Schutzwillen. Die Gruppe versucht, den Mädchen einen Hauch von unbeschwerter Kindheit zurückzugeben: Man badet im Fluss, baut ein Baumhaus, besucht einen Ponyhof. Doch die Behörden verfolgen die Spur der Mädchen; die Schlinge zieht sich unaufhaltsam zu. In letzter Sekunde brechen Fiona und Zack mit ihnen nach Norden auf; das Ziel ist Schweden. Flocke beseitigt Spuren, bevor am Morgen seines fünfzehnten Geburtstags die Gestapo anrückt. Flocke rennt - wird aber gefasst. Was bleibt, ist eine Haltung: nicht groß, nicht laut, aber standfest.
Uwe Rudnick Glücklich seit 1960; verheiratet, zwei Kinder, drei Enkel Lebt seit einem Vierteljahrhundert in Weimar. Zwanzig Jahre lang arbeitete er als Typograph für renommierte Verlage - ein Handwerk, das ihn lehrte, wie viel in einem Buch steckt, wenn man genau hinschaut. Seit fünfzehn Jahren schreibt er selbst. Die Geschichte von Ruth und Gitti begegnete ihm vor fünf Jahren durch Zufall. Er versuchte, sie loszulassen. Es gelang ihm nicht. Nicht zuletzt schrieb er dieses Buch für seine Enkel - damit Erinnerungen nicht verloren gehen.