Installieren Sie die genialokal App auf Ihrem Startbildschirm für einen schnellen Zugriff und eine komfortable Nutzung.
Tippen Sie einfach auf Teilen:
Und dann auf "Zum Home-Bildschirm [+]".
Bei genialokal.de kaufen Sie online bei Ihrer lokalen, inhabergeführten Buchhandlung!
Ihr gewünschter Artikel ist in 0 Buchhandlungen vorrätig - wählen Sie hier eine Buchhandlung in Ihrer Nähe aus:
Auf dem Hochrad der neuen Zeit entgegen - eine unvergessliche Familienlegende Uwe Timms Roman über den Tierpräparator Franz Schröter, der Ende des 19. Jahrhunderts das Hochrad nach Coburg brachte, erzählt von Fortschritt und vom Menschsein, von individuellen Ambitionen und dem Leben in der Gemeinschaft. Diese Legende ist so wahr wie fantastisch, dabei melancholisch, hoffnungsvoll und - im Gegensatz zum Hochrad - beeindruckend zeitlos. Als Schröter mit dem neuartigen Vehikel durch die Straßen fährt, bringt er damit die Kleinstadt in Bewegung, spaltet die Bevölkerung in Anhänger und Feinde. Für ihn ist das Hochrad nicht nur ein Bewegungsmittel, sondern ein ästhetisches Artefakt, mit dem man neu sehen und hören lernt und eine innere Balance findet. Für seine Frau Anna, die das Gefährt im syrischen Unterkleid besteigt, ist dies ein Akt der Befreiung. So sehen sie beide in dem sich anbahnenden Triumphzug des Niederrads - unseres heutigen Fahrrads - ihre Zukunftspläne bedroht. Hartnäckig tritt Schröter den Überzeugungskampf für das Hochrad an. Uwe Timm beschreibt mit Humor, großer sprachlicher Präzision und ebenso großem Einfühlungsvermögen, was Fortschritt für die Menschen bedeuten kann. Dieser Roman, der ursprünglich 1984 erschien, zeigt heute, wie sehr dem Menschen nah, wie authentisch und meisterlich Uwe Timms Schreiben seit jeher ist, und lädt dazu ein, das Werk des Autors in seiner Gänze zu entdecken.
Uwe Timm wurde 1940 in Hamburg geboren. Geschichten faszinierten Uwe Timm von klein auf: Er lauschte dem 'Seemannsgarn' seines Großvaters, einem Kapitän, schlich immer wieder zu seiner Tante ins Hafenviertel, in deren Küche sich Leute aus dem Rotlichtmilieu trafen, und schrieb schon als Schuljunge eigene Geschichten. Nach dem Tod des Vaters leitete er drei Jahre lang das Kürschnergeschäft, machte dann am Braunschweig-Kolleg sein Abitur und studierte in München und Paris Philosophie und Germanistik. Er promovierte mit einer Arbeit über Albert Camus. Anschließend studierte er Soziologie und Volkswirtschaftslehre. Den Aufbruch Ende der sechziger Jahre erlebte Uwe Timm als Student aktiv mit. Er zählt zu den wichtigsten Vertretern der 68er-Generation; die Aufarbeitung dieser Zeit zieht sich durch sein gesamtes Werk. Der Vater von vier Kindern verfasste auch vier Kinder- und Jugendbücher. Außerdem arbeitete er als Drehbuchautor. Für seine Romane und Erzählungen erhielt Uwe Timm zahlreiche Auszeichnungen und Preise: 2001 den Großen Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und den Tukanpreis der Landeshauptstadt München, 2002 den Literaturpreis der Landeshauptstadt München, 2003 den Schubart-Literaturpreis und den Erik-Reger-Preis der Zukunftsinitiative des Landes Rheinland-Pfalz. 2006 wurde Uwe Timm mit dem Premio Napoli sowie dem Premio Mondello ausgezeichnet, 2009 erhielt er den Heinrich-Böll-Preis und 2012 die Carl-Zuckmayer-Medaille. 2013 wurde Uwe Timm der Kulturelle Ehrenpreis der Landeshauptstadt München verliehen, 2018 der Schillerpreis und das Bundesverdienstkreuz. Uwe Timm lebt in München und Berlin.
E-Mail: produktsicherheit@kiwi-verlag.de