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Geschichte wird in der Öffentlichkeit erzählt, gedeutet und auch strategisch genutzt. Hierfür reichen wissenschaftliche Verantwortungsmaßstäbe allein nicht aus. Wenn Kommunikator:innen geschichtsbezogene Themen an nicht-wissenschaftliche Publika richten - etwa in Museen und Gedenkstätten oder in der Unternehmenskommunikation -, tragen sie eine umfassendere Verantwortung. Der vorliegende Band nimmt diese Verantwortung in den Blick und schlägt eine Brücke zwischen Geschichts- und Kommunikationswissenschaft. Er verbindet Public History mit öffentlichkeitstheoretischen und kommunikationsethischen Perspektiven und untersucht ethische Spannungsfelder: im Umgang mit Gewalt, Tod und traumatischen Erfahrungen ebenso wie in der Strategischen Geschichtskommunikation/Corporate History Communication. Im Zentrum stehen Fragen historischer Faktizität, Multiperspektivität, Deutungshoheit und Transparenz. Die Beiträge reichen von theoretischen Reflexionen zu historischer Verantwortung und Ethik-Kodizes bis zu Fallanalysen aus der Public History und der Kommunikationspraxis. Der Band leistet damit einen Beitrag zur normativen Selbstverständigung der Public History und zur aktuellen Diskussion über Geschichte in der Öffentlichkeit.
Felix Krebber, Kommunikationswissenschaftler, Professor für Unternehmenskommunikation an der Fakultät für Wirtschaft und Recht der Hochschule Pforzheim und Co-Direktor des Center for History & Corporate Communication der Günter-Thiele-Stiftung. Ingo Stader, Historiker, CEO der Geschichtsagentur H&C Stader sowie Mitglied im Komitee der AG Angewandte Geschichte | Public History im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands. Irmgard Zündorf, Historikerin, Leiterin des Bereichs Public History am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und Koordinatorin des Masterstudiengangs Public History an der Freien Universität Berlin.